AGB

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Hin­weis gemäß §36 Ver­brau­cher­streit­bei­le­gungs­ge­setz

Der Verkäufer/Auftragnehmer wird nicht an einem Streit­bei­le­gungs­ver­fah­ren vor einer Ver­brau­cher­schlich­tungs­stel­le im Sin­ne des VSBG teil­neh­men und ist hier­zu auch nicht ver­pflich­tet.

 


All­ge­mei­ne Auf­trags- , Lie­fer- und Leis­tungs­be­din­gun­gen der
HENKELHAUSEN GmbH & Co. KG
im Geschäfts­ver­kehr mit Unter­neh­mern
Stand Novem­ber 2013

1. Gel­tungs­be­reich
1.1 Die­se All­ge­mei­nen Auf­­­trags- und Lie­fer­be­din­gun­gen (AGB) gel­ten aus­schlie­ß­lich ge­gen­über Un­ter­neh­mern im Sin­ne von § 14 BGB, das heißt na­tür­li­chen oder ju­ris­ti­schen Per­so­nen, wel­che die Ware oder Leis­tung zur ge­werb­li­chen oder be­ruf­li­chen Ver­wen­dung er­wer­ben.

1.2 Für die Ge­schäfts­be­zie­hung mit un­se­ren Kun­den, auch für Aus­künf­te und Be­ra­tung, gel­ten aus­schlie­ß­lich die nach­­­fol­gen-den Be­din­gun­gen (AGB). Sind un­se­re AGB in das Ge­schäft mit dem Kun­den ein­ge­führt, so gel­ten sie auch für alle wei­te­ren Ge­schäfts­be­zie­hun­gen zwi­schen dem Kun­den und uns, so­weit nicht schrift­lich etwas An­de­res aus­drück­lich ver­ein­bart wird.

Ab­wei­chen­de Be­din­gun­gen des Käu­fers und/ oder Be­stel­lers – nach­ste­hend „Kun­den“ ge­nannt —  gel­ten nur, wenn und so­weit wir sie aus­drück­lich schrift­lich an­er­ken­nen. Unser Schwei­gen auf der­ar­ti­ge ab­wei­chen­de Be­din­gun­gen gilt ins­be­son­de­re nicht als An­er­ken­nung oder Zu­stim­mung, auch nicht bei zu­künf­ti­gen Ver­trä­gen.

Un­se­re AGB gel­ten an­stel­le et­wai­ger Ein­kaufs­be­din­gun­gen des Kun­den auch dann, wenn nach die­sen die Auf­trags­an­nah­me als be­din­gungs­lo­se An­er­ken­nung der Ein­kaufs­be­din­gun­gen vor­­ge-se­hen ist, oder wir nach Hin­weis des Kun­den auf die Gel­tung sei­ner All­ge­mei­nen Ein­kaufs­be­din­gun­gen lie­fern, es sei denn, wir haben aus­drück­lich auf die Gel­tung un­se­rer AGB ver­zich­tet. Der Kun­de er­kennt durch An­nah­me un­se­rer Auf­trags­be­stä­ti­gung aus­drück­lich an, dass er auf sei­nen aus den Ein­­kauf­s­be­­din­gun-gen ab­ge­lei­te­ten Rechts­ein­wand ver­zich­tet.

1.3 So­fern Rah­men­ver­trä­ge oder sons­ti­ge Ver­trä­ge mit un­se­ren Kun­den ab­ge­schlos­sen sind, haben die­se Vor­rang. Sie wer­den dort, so­fern kei­ne spe­zi­el­le­ren Re­ge­lun­gen ge­trof­fen sind, durch die vor­lie­gen­den AGB er­gänzt.

2. Aus­künf­te / Be­ra­tung / Ei­gen­schaf­ten der Pro­duk­te und Leis­tun­gen
2.1 Aus­künf­te und Er­läu­te­run­gen hin­sicht­lich un­se­rer Pro­duk­te und Leis­tun­gen er­fol­gen aus­schlie­ß­lich auf­grund un­se­rer bis­he-ri­gen Er­fah­rung. Die hier­bei an­ge­ge­be­nen Wer­te sind als Durch-schnitts­wer­­te un­se­rer Pro­duk­te und Leis­tun­gen an­zu­se­hen.

2.2. Alle An­ga­ben über un­se­re Pro­duk­te und Leis­tun­gen, ins­­be-son­­de­­re die in un­se­ren An­ge­bo­ten und Druck­schrif­ten und im In­ter­net und die dar­in ent­hal­te­nen Ab­bil­dun­gen, Zeich­nun­gen, Maß-, Leis­­tungs- und Aus­stat­tungs­an­ga­ben oder Leis­­tungs-mer­k­­ma­­le sowie sons­ti­ge, ins­be­son­de­re tech­ni­sche An­ga­ben sind an­nä­hernd zu be­trach­ten­de Durch­schnitts­wer­te. Dies gilt ent­spre­chend für Aus­sa­gen un­se­rer Mit­ar­bei­ter, so­weit dies nicht an­ders schrift­lich ver­ein­bart wird. Auch nicht mit To­­le-ran­­zen ver­se­he­ne Kenn­da­ten, wie sie in un­se­rer In­­ter-net­dar­stel­­lung oder un­se­ren Ka­ta­lo­gen und/oder Bro­schü­ren ent­hal­ten sind, un­ter­lie­gen bran­chen­üb­li­chen und/oder pro­duk­ti­ons­be­ding­ten Ab­wei­chun­gen und Ver­än­de­run­gen, ins­be­son­de­re durch Roh­stoff­to­le­ran­zen und/oder tech­ni­sche Ent­wick­lun­gen.

2.3 So­weit wir An­wen­dungs­hin­wei­se geben, sind die­se mit bran­chen­üb­li­cher Sorg­falt ab­ge­fasst, ent­bin­den un­se­re Kun­den je­doch nicht von der Ver­pflich­tung zur sorg­fäl­ti­gen Prü­fung der Pro­duk­te be­tref­fend der Eig­nung zu dem von ihnen ge­wünsch­ten Zweck. Der Kun­de bleibt – so­weit nicht an­ders ver­ein­bart — in jedem Fall zur Prü­fung der Ver­wend­bar­keit un­se­rer Pro­duk­te und/oder Leis­tun­gen zu dem von ihm be­ab­sich­tig­ten Ver­­wen-dungs­­zweck ver­pflich­tet.

2.4 Eine Be­ra­tungs­pflicht über­neh­men wir nur aus­drück­lich kraft schrift­li­chem, ge­son­der­ten Be­ra­tungs­ver­trag.

2.5 Eine Be­zug­nah­me auf Nor­men, ähn­li­che tech­ni­sche Re­ge-lun­­gen sowie tech­ni­sche An­ga­ben, Be­schrei­bun­gen und Ab­­bil-dun­­gen des Lie­fer­ge­gen­stan­des in An­ge­bo­ten und Pro­spek­ten bzw. im In­ter­net und un­se­rer Wer­bung stel­len nur dann eine Ei­gen­schafts­an­ga­be un­se­rer Pro­duk­te dar, wenn wir die Be-schaf­­fen­heit aus­drück­lich als “Ei­gen­schaft des Pro­duk­tes“ de­kla­riert haben; an­sons­ten han­delt es sich um un­ver­bind­li­che, all­ge­mei­ne Leis­tungs­be­schrei­bun­gen. Dies gilt man­gels an­­der-wei­­ti­ger Ver­ein­ba­rung auch für Aus­sa­gen un­se­rer Mit­ar­bei­ter.

2.6 Eine Ga­ran­tie gilt nur dann als von uns über­nom­men, wenn wir schrift­lich eine Ei­gen­schaft und/oder einen Leis­tungs­er­folg als „recht­lich ga­ran­tiert“ be­zeich­net haben.

2.7 Eine Haf­tung für die Ver­wend­bar­keit un­se­rer Pro­duk­te oder Leis­tun­gen zu dem vom Kun­den in Aus­sicht ge­nom­me­nen Ver­wen­dungs­zweck über­neh­men wir au­ßer­halb der ge­setz­lich zwin­gen­den Haf­tung nicht, so­weit wir mit dem Kun­den nicht schrift­lich etwas an­de­res ver­ein­bart haben. Die Re­ge­lung der Ziff. 11 bleibt un­be­rührt.

3. Pro­be­ex­em­pla­re / über­las­se­ne Un­ter­la­gen und Daten / Mus­ter / Kos­ten­vor­an­schlä­ge
3.1 Die Ei­gen­schaf­ten von Mus­tern bzw. Pro­be­ex­em­pla­ren wer­den nur dann Ver­trags­be­stand­teil, wenn dies aus­drück­lich schrift­lich ver­ein­bart wur­de. Der Kun­de ist zur Ver­wer­tung und Wei­ter­ga­be Mus­tern nicht be­rech­tigt.

Wird auf­grund eines Wa­ren­mus­ters, nach Ana­ly­se­da­ten oder an­de­ren tech­ni­schen An­ga­ben ver­kauft, so sind Ab­wei­chun­gen hier­von bei der ge­lie­fer­ten Ware zu­läs­sig und be­rech­ti­gen nicht zu Be­an­stan­dun­gen, wenn sie auf die im Nor­mal­fal­le vor­­ge­­se­he-ne Ver­wen­dung kei­nen nach­hal­ti­gen Ein­fluss aus­üben, so­weit nicht etwas an­de­res ver­ein­bart wur­de.

3.2 An Mus­tern, Ab­bil­dun­gen, Zeich­nun­gen, Daten, Kos­­ten­an-schlä­gen und sons­ti­gen Un­ter­la­gen über un­se­re Pro­duk­te und Leis­tun­gen be­hal­ten wir uns alle Ei­gen­­tums- und Ur­he­ber­rech­te vor. Der Kun­de ver­pflich­tet sich, die in vor­ste­hen­dem Satz auf­ge­führ­ten Mus­ter, Daten und/oder Un­ter­la­gen nicht Drit­ten zu­gäng­lich zu ma­chen, es sei denn, wir er­tei­len un­se­re aus-drück­­li­che schrift­li­che Ein­wil­li­gung, die­se auf Auf­for­de­rung an uns zu­rück­zu­ge­ben, so­weit ein dar­auf ba­sie­ren­der Auf­trag an uns nicht er­teilt wird.

Die Re­ge­lun­gen der Sät­ze 1 und 2 gel­ten ent­spre­chend für Un­ter­la­gen, Zeich­nun­gen oder Daten des Kun­den; die­se dür­fen wir je­doch sol­chen Drit­ten zu­gäng­lich ma­chen, denen wir zu­läs-si­ger­wei­­se mit dem Kun­den ver­trags­ge­gen­ständ­li­che Lie­­fe­­run-gen und / oder Leis­tun­gen über­tra­gen, oder denen wir uns als Er­fül­lungs­ge­hil­fen be­die­nen.

4. Ver­trags­schluss / Lie­­fer- und Leis­tungs­um­fang / Be­schaf­fungs­ri­si­ko und Ga­ran­tie 
4.1 Un­se­re An­ge­bo­te er­fol­gen freiblei­bend, so­weit sie nicht aus­drück­lich als ver­bind­lich ge­kenn­zeich­net sind oder aus­­drück-lich ver­bind­li­che Zu­sa­gen ent­hal­ten oder sonst wie die Ver­­­bind-lich­keit aus­drück­lich ver­ein­bart wur­de. Sie sind Auf­for­de­run­gen zu Be­stel­lun­gen.

Der Kun­de ist an sei­ne Be­stel­lung als Ver­trags­an­trag 30 Ka­­len-der­­ta­ge nach Zu­gang der Be­stel­lung bei uns ge­bun­den, so­weit der Kun­de nicht re­gel­mä­ßig auch mit einer spä­te­ren An­nah­me durch uns rech­nen muss (§ 147 BGB).

4.2 Ein Ver­trag kommt — auch im lau­fen­den Ge­schäfts­ver­kehr — erst dann zu­stan­de, wenn wir die Be­stel­lung des Kun­den schrift-lich oder in Text­form (d.h. auch per Te­le­fax oder E-Mail) durch Auf­trags­be­stä­ti­gung be­stä­ti­gen. Die Auf­trags­be­stä­ti­gung gilt nur unter der Be­din­gung, dass noch of­fe­ne Zah­­lungs­­­rück-stän­­de be­gli­chen wer­den und dass eine vor­ge­nom­me­ne Kre­dit­prü­fung ohne ne­ga­ti­ve Aus­kunft bleibt.

Bei Lie­fe­rung oder Leis­tung in­ner­halb der Bin­dungs­frist des Kun­den an die Be­stel­lung kann un­se­re Be­stä­ti­gung durch un­se­re Rech­nung er­setzt wer­den.

4.3 Bei Ab­ruf­auf­trä­gen oder kun­den­be­ding­ten Ab­­nah­­me­­ver­­zö­ge-run­­gen sind wir be­rech­tigt, das Ma­te­ri­al für den ge­sam­ten Auf­trag zu be­schaf­fen und die ge­sam­te Be­stell­men­ge so­fort her­zu­stel­len bzw. die ge­sam­te Be­stell­men­ge ein­zu­de­cken. Et­wai­ge Än­de­rungs­wün­sche des Kun­den kön­nen dem­nach nach Er­tei­lung des Auf­tra­ges nicht mehr be­rück­sich­tigt wer­den, es sei denn, dass dies aus­drück­lich schrift­lich ver­ein­bart wor­den ist.

4.4 Der Kun­de hat uns recht­zei­tig vor Ver­trags­schluss schrift­lich auf et­wai­ge be­son­de­re An­for­de­run­gen an un­se­re Pro­duk­te hin­zu­wei­sen. Sol­che Hin­wei­se er­wei­tern je­doch nicht un­se­re ver­trag­li­chen Ver­pflich­tun­gen und Haf­tung.

4.5 Wir sind le­dig­lich ver­pflich­tet, aus un­se­rem ei­ge­nen Wa­ren­vor­rat zu leis­ten (Vor­rats­schuld). 

4.6 Die Über­nah­me eines Be­schaf­fungs­ri­si­kos oder einer Be-schaf­­fungs­­ga­ran­­tie liegt nicht al­lein in un­se­rer Ver­pflich­tung zur Lie­fe­rung einer nur der Gat­tung nach be­stimm­ten Sache.

4.7 Ein Be­schaf­fungs­ri­si­ko im Sin­ne von § 276 BGB über­­­neh-men wir nur kraft schrift­li­cher, ge­son­der­ter Ver­ein­ba­rung unter Ver­wen­dung der Wen­dung „über­neh­men wir das Be­­schaf­­fungs-ri­­si­­ko…“.

4.8 Ver­zö­gert sich die Ab­nah­me der Pro­duk­te oder deren Ver-sand, oder die Ab­nah­me un­se­rer Leis­tung aus einem vom Kun­den zu ver­tre­ten­den Grund, sind wir be­rech­tigt, nach Set-zung und Ab­lauf einer 14-tä­gi­gen Nach­frist nach un­se­rer Wahl so­for­ti­ge Kauf­­preis- bzw. Ver­gü­tungs­zah­lung zu ver­lan­gen, oder vom Ver­trag zu­rück­zu­tre­ten, oder die Er­fül­lung ab­zu­leh­nen und Scha­dens­er­satz statt der gan­zen Leis­tung zu ver­lan­gen. Die Frist­set­zung muss schrift­lich oder in Text­form er­fol­gen. Wir müs­sen hier­in nicht noch­mals auf die Rech­te aus die­ser Klau­sel hin­wei­sen.

Im Fal­le des vor­ste­hend ge­re­gel­ten Scha­dens­er­satz­ver­lan­gens be­trägt der zu leis­ten­de Scha­dens­er­satz 30% des Net­­to­­lie­­fer-prei­­ses bei Kauf­ver­trä­gen, oder 30% der ver­ein­bar­ten Net­­to­­ver-gü­­tung bei Leis­tungs­ver­trä­gen. Der Nach­weis einer an­de­ren Scha­dens­hö­he oder des Nicht­an­fal­les eines Scha­dens bleibt bei­den Par­tei­en vor­be­hal­ten. Eine Um­kehr der Be­weis­last ist mit den vor­ste­hen­den Re­ge­lun­gen nicht ver­bun­den.

4.9 Wird der Ver­sand auf Wunsch des Kun­den, oder aus Grün-den, die der Kun­de zu ver­tre­ten hat, ver­zö­gert, sind wir be­­rech-tigt, be­gin­nend mit dem Ab­lauf An­zei­ge der Ver­sand­be­reit­schaft in Schrift- oder Text­form ge­setz­ten Frist eine Ein­la­ge­rung vor­­zu-neh­­men und die hier­durch ent­ste­hen­den Kos­ten mit 1% des Net­­to-Rech­­nungs­­be­­tra­ges der ein­ge­la­ger­ten Ware für jede an­ge­fan­ge­ne  Woche in Rech­nung zu stel­len. Die Gel­­ten­d­­ma-chung wei­ter­ge­hen­der Rech­te bleibt un­be­rührt. Dem Kun­den bleibt der Nach­weis vor­be­hal­ten, dass kein, oder ein we­sent­lich ge­rin­ge­rer Kos­ten­auf­wand ent­stan­den ist.

Dar­über hin­aus sind wir be­rech­tigt, nach dem vor­ge­nann­ten Frist­ab­lauf an­der­wei­tig über die ver­trags­ge­gen­ständ­li­chen Waren zu ver­fü­gen und den Kun­den mit an­ge­mes­se­ner Frist neu zu be­lie­fern.

4.10 Bei kun­den­sei­tig ver­spä­te­tem Lie­fer­auf­trag oder -ab­ruf sind wir be­rech­tigt, die Lie­fe­rung um den glei­chen Zeit­raum des kun­den­sei­ti­gen Rück­stan­des zu­züg­lich einer Dis­po­si­ti­ons­frist von 4 Werk­ta­gen am Ort un­se­res Sit­zes hin­aus­zu­schie­ben.

4.11 An­wen­der­infor­ma­tio­nen für un­se­re Pro­duk­te sowie ein Pro­dukt­la­bel schul­den wir nur – so­weit nicht aus­drück­lich in Schrift- oder Text­form ab­wei­chend ver­ein­bart oder wir einer ab­wei­chen­den ge­setz­li­chen Re­gu­lie­rung un­ter­lie­gen, – in deut-scher oder auf Kun­den­wunsch gegen ge­son­dert zu ver­­ein­ba­­ren-de Ver­gü­tung in eng­li­scher Spra­che.

Der Kun­de ist dafür ver­ant­wort­lich, uns jeg­li­che In­for­ma­ti­on be­züg­lich der be­stell­ten Ware in­ner­halb an­ge­mes­se­ner Zeit zu­kom­men zu las­sen, damit die Be­stel­lung ver­trags­ge­mäß aus­ge­führt wer­den kann.

4.12 So­weit im Lie­fer­um­fang Soft­ware ent­hal­ten ist, wird dem Kun­den ein nicht aus­schlie­ß­li­ches Recht ein­ge­räumt, die ge­­lie-fer­­te Soft­ware ein­schlie­ß­lich ihrer Do­ku­men­ta­ti­on zu nut­zen. Sie wird zur Ver­wen­dung auf dem dafür be­stimm­ten Lie­­fer­ge­gen-stand über­las­sen. Eine Nut­zung der Soft­ware auf mehr als einem Sys­tem ist un­ter­sagt. Der Kun­de darf die Soft­ware nur im ge­setz­lich zu­läs­si­gen Um­fang (§§ 69 UrhG) ver­viel­fäl­ti­gen, über­ar­bei­ten, über­set­zen oder von dem Ob­jekt­code in den Quell­code um­wan­deln. Der Kun­de ver­pflich­tet sich, Her­stel­­ler-an­ga­­ben -ins­be­son­de­re Co­­py­­­right-Ver­­­mer­ke- nicht zu ent­fer­nen oder ohne vor­he­ri­ge aus­drück­li­che Zu­stim­mung un­se­rer­seits zu ver­än­dern. Alle sons­ti­gen Rech­te an der Soft­ware und den Do­ku­men­ta­tio­nen ein­schlie­ß­lich der Ko­pi­en blei­ben bei uns bzw. beim Soft­ware­lie­fe­ran­ten. Die Ver­ga­be von Un­ter­li­zen­zen ist nicht zu­läs­sig.

4.13 Wir be­hal­ten uns vor, die Spe­zi­fi­zie­rung der Ware in­so­weit ab­zu­än­dern, als ge­setz­li­che Er­for­der­nis­se dies not­wen­dig ma­chen, so­weit durch die­se Än­de­rung kei­ne Ver­schlech­te­rung hin­sicht­lich Qua­li­tät und Brauch­bar­keit zu dem üb­li­chen Zweck und so­weit die Eig­nung zu einen be­stimm­ten Zweck ver­ein­bart wur­de, zu die­sem Zweck, her­bei­ge­führt wird.

4.14 Wir sind zu Mehr- oder Min­der­lie­fe­run­gen bis zu 5% der ver­ein­bar­ten Lie­fer­men­ge be­rech­tigt.

5. Lie­fe­rung / Lie­fer­zeit / Lie­fer­ver­zug / Ver­pa­ckung / Auf­stel­lung und Mon­ta­ge
5.1 Ver­bind­li­che Lie­fer­ter­mi­ne und -fris­ten müs­sen aus­drück­lich und schrift­lich ver­ein­bart wer­den. Bei un­ver­bind­li­chen oder un­ge­fäh­ren (ca., etwa etc.) Lie­fer­ter­mi­nen und -fris­ten be­mü­hen wir uns, die­se nach bes­ten Kräf­ten ein­zu­hal­ten.

5.2 Lie­­fer- und/oder Leis­tungs­fris­ten be­gin­nen mit dem Zu­gang un­se­rer Auf­trags­be­stä­ti­gung beim Kun­den, je­doch nicht, bevor alle Ein­zel­hei­ten der Aus­füh­rung des Auf­tra­ges ge­klärt sind und alle sons­ti­gen vom Kun­den zu er­fül­len­den Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen, ins­be­son­de­re ver­ein­bar­te An­zah­lun­gen oder Si­cher-hei­­ten voll­stän­dig ge­leis­tet sind. Ent­spre­chen­des gilt für Lie­­fer-ter­­mi­­ne und Leis­tungs­ter­mi­ne. Hat der Kun­de nach Auf­­­tragser-tei­­lung Än­de­run­gen ver­langt, so be­ginnt eine neue an­ge­mes­se­ne Lie­­fer- und/oder Leis­tungs­frist mit der Be­stä­ti­gung der Än­de­rung durch uns.

5.3 Lie­fe­run­gen und/oder Leis­tun­gen vor Ab­lauf der Lie­­fer-/Leis­­tungs­­­zeit sind zu­läs­sig. Als Lie­fer­tag gilt bei Hol­schul­den der Tag der Mel­dung der Ver­sand­be­reit­schaft, an­de­ren­falls der Tag der Ab­sen­dung der Pro­duk­te.

Wir sind zu Teil­lie­fe­run­gen be­rech­tigt.

Die Ab­la­dung der Ware ist bei ver­ein­bar­ter Bring­schuld Sache des Kun­den und geht zu sei­nen Las­ten.

5.4 Das In­ter­es­se des Kun­den an un­se­rer Leis­tung ent­fällt man­gels an­de­rer schrift­li­cher Ver­ein­ba­rung nur dann, wenn wir we­sent­li­che Tei­le nicht oder ver­zö­gert lie­fern.

5.5 Ge­ra­ten wir in Lie­fer­ver­zug, muss der Kun­de uns zu­nächst eine an­ge­mes­se­ne Nach­frist von min­des­tens – so­weit nicht un­an­ge­mes­sen – 14 Tagen zur Leis­tung set­zen. Ver­streicht die­se frucht­los, be­ste­hen Scha­dens­er­satz­an­sprü­che wegen Pflicht­ver­let­zung — gleich aus wel­chem Grun­de — nur nach Maß-ga­­be der Re­ge­lung in Ziff. 5.9 und 11.

5.6 Wir ge­ra­ten nicht in Ver­zug, so lan­ge der Kun­de mit der Er­fül­lung von Ver­pflich­tun­gen uns ge­gen­über, auch sol­chen aus an­de­ren Ver­trä­gen, in Ver­zug ist.

5.7 So­lan­ge vom Kun­den zu stel­len­de Trans­port­mit­tel nicht zur Ver­fü­gung ste­hen, sind wir nicht zur Lie­fe­rung ver­pflich­tet, so­weit wir uns nicht zur Stel­lung der Trans­port­mit­tel ver­pflich­tet haben, oder eine Bring­schuld ver­ein­bart ist. Wir sind je­doch be­rech­tigt, bei aus­führ­ba­rem Ver­­­sand- oder Ab­ruf­auf­trag die Lie­fe­rung mit­tels ei­ge­ner oder an­ge­mie­te­ter Trans­port­mit­tel zu be­wir­ken. In die­sem Fall reist die Ware auf Ge­fahr des Kun­den.

Bei der Ab­la­dung und Rück­ho­lung der Ware hat der Kun­de un­se­rem Per­so­nal be­hilf­lich zu sein, wenn dies er­for­der­lich und für den Kun­den tech­nisch und lo­gis­tisch zu­mut­bar ist.

5.8 Wird bei der Be­stel­lung kein Ab­hol­ter­min an­ge­ge­ben, den wir zu be­stä­ti­gen haben, bzw. er­folgt die Ab­nah­me nicht zum ver-ein­bar­­ten Ab­hol­ter­min, ver­sen­den wir nach un­se­rer Wahl die ver­trags­ge­gen­ständ­li­che Ware mit einem von uns be­auf­trag­ten Fracht­füh­rer, oder la­gern die ver­trags­ge­gen­ständ­li­che Ware auf Kos­ten des Kun­den ein. Die an­fal­len­den Ver­­pa­­ckungs-, Trans-port- und Ver­si­che­rungs­kos­ten stel­len wir beim Ver­sandt dem Kun­den in Rech­nung. Bei Ein­la­ge­rung hat der Kun­de eine La­ger­pau­scha­le in Höhe von 1% der Net­to­ver­gü­tung für die ein­ge­la­ger­te Ware zu zah­len. Bei­den Par­tei­en bleibt der Nach-weis eines ge­rin­ge­ren oder hö­he­ren Auf­wan­des, dem Kun­den auch der Nach­weis eines gänz­lich feh­len­den Auf­wan­des vor­­­be-hal­­ten.

5.9 Wenn dem Kun­den wegen un­se­res Ver­zu­ges ein Scha­den er­wächst, so ist er unter Aus­schluss wei­te­rer An­sprü­che be­rech­tigt, eine Ver­zug­s­ent­schä­di­gung zu for­dern. Sie be­trägt für jede an­ge­fan­ge­ne Woche des Ver­zu­ges 0,5%, im Gan­zen, aber höchs­tens 5% vom Net­to­wert der Ge­samt­lie­fe­rung und/oder Ge­samt­leis­tung, die in­fol­ge des Ver­zu­ges nicht recht­zei­tig oder nicht ver­trags­ge­mäß von uns ge­lie­fert und/oder ge­leis­tet wird. Ein wei­ter­ge­hen­der Er­satz un­se­rer­seits des Ver­­zö­ge­­rungs­­­scha-dens ist aus­ge­schlos­sen. Dies gilt nicht im Fal­le eines vor­­­sät­z­­li-chen, grob fahr­läs­si­gen oder arg­lis­ti­gen Han­delns un­se­rer­seits, bei An­sprü­chen wegen der Ver­let­zung von Leib, Leben oder Ge­sund­heit, bei Ver­zug sowie im Fal­le eines ver­ein­bar­ten fixen Lie­fer­ter­mins im Rechts­sin­ne und der Über­nah­me einer Leis-tungs­­ga­ran­­tie oder eines Be­schaf­fungs­ri­si­kos.

5.10 Wir neh­men Ver­pa­ckun­gen man­gels an­de­rer Ver­ein­ba­rung nur auf Grund und im Um­fang ge­setz­li­cher Ver­pflich­tung zu­rück.

6. Hö­he­re Ge­walt/Selbst­be­lie­fe­rung
6.1 Er­hal­ten wir aus von uns nicht zu ver­tre­ten­den Grün­den für die Er­brin­gung un­se­rer ge­schul­de­ten ver­trags­ge­gen­ständ­li­chen Lie­fe­rung oder Leis­tung, Lie­fe­rung oder Leis­tun­gen un­se­rer Un­ter­lie­fe­ran­ten trotz ord­nungs­ge­mä­ßer und aus­rei­chen­der Ein­de­ckung ent­spre­chend der Quan­ti­tät und der Qua­li­tät aus un­se­rer Lie­­fer- oder Leis­tungs­ver­ein­ba­rung mit dem Kun­den (kon­gru­en­te Ein­de­ckung) nicht, nicht rich­tig, oder nicht rech­t­zei-tig, oder tre­ten Er­eig­nis­se Hö­he­rer Ge­walt von nicht un­er­he­b­­li-cher Dau­er (d.h. mit einer Dau­er von län­ger als 14 Ka­­len­­der­­ta-gen) ein, so wer­den wir un­se­ren Kun­den recht­zei­tig schrift­lich oder in Text­form in­for­mie­ren. In die­sem Fall sind wir be­rech­tigt, die Lie­fe­rung um die Dau­er der Be­hin­de­rung her­aus­zu­schie­ben, oder wegen des noch nicht er­füll­ten Teils vom Ver­trag ganz oder teil­wei­se zu­rück­zu­tre­ten, so­weit wir un­se­rer vor­ste­hen­den In­for­ma­ti­ons­pflicht nach­ge­kom­men sind und nicht das Be­­schaf-fungs­­­ri­­si­­ko über­nom­men haben. Der Hö­he­ren Ge­walt ste­hen gleich Streik, Aus­sper­rung, be­hörd­li­che Ein­grif­fe, En­er­gie- und Roh­stoff­knapp­heit, un­ver­schul­de­te Trans­por­t­en­g­päs­se, un­­ver-schu­l­­de­­te Be­triebs­be­hin­de­run­gen — z.B. durch Feu­er, Was­ser und Ma­schi­nen­schä­den -, und alle sons­ti­gen Be­hin­de­run­gen, die bei ob­jek­ti­ver Be­trach­tungs­wei­se nicht von uns schuld­haft her­bei­ge­führt wor­den sind.

6.2 Ist ein Lie­­fer- und/oder Leis­tungs­ter­min oder eine Lie­­fer- und/oder Leis­tungs­frist ver­bind­lich ver­ein­bart und wird auf­grund von Er­eig­nis­sen nach Ziff. 6.1 der ver­ein­bar­te Lie­­fer- und/oder Leis­tungs­ter­min oder die ver­ein­bar­te Lie­­fer- und/oder Leis­­tungs-frist über­schrit­ten, so ist der Kun­de be­rech­tigt, nach frucht­lo­sem Ver­strei­chen einer an­ge­mes­sen Nach­frist wegen des noch nicht er­füll­ten Teils vom Ver­trag zu­rück­zu­tre­ten. Wei­ter­ge­hen­de An­sprü­che des Kun­den, ins­be­son­de­re sol­che auf Scha­­den­­ser-satz, sind in die­sem Fall aus­ge­schlos­sen.

6.3 Vor­ste­hen­de Re­ge­lung gemäß Ziff. 6.2 gilt ent­spre­chend, wenn aus den in Ziff. 6.1 ge­nann­ten Grün­den auch ohne ver­­­trag-li­che Ver­ein­ba­rung eines fes­ten Lie­­fer- und/oder Leis­­tungs­­­ter-mins dem Kun­den ein wei­te­res Fest­hal­ten am Ver­trag ob­jek­tiv un­zu­mut­bar ist.

7. Ver­sand / Ge­fahr­über­gang / Ab­nah­me
7.1 So­weit nichts Ab­wei­chen­des schrift­lich ver­ein­bart wird, er­folgt die Lie­fe­rung ab Her­stel­ler­werk oder dem von uns im An­ge­bot an­ge­ge­be­nen La­ger­ort und bei nicht ver­ein­bar­ter Hol- oder Bring­schuld ein Ver­sand durch einen von uns be­auf­trag­ten Fracht­füh­rer un­ver­si­chert als Schick­schuld. Bei Hol- und Schick-schuld reist die Ware auf Ge­fahr und zu Las­ten des Kun­den.

7.2 Die Wahl des Trans­port­we­ges und des Trans­port­mit­tels bleibt bei ver­ein­bar­ter Ver­sen­dung oder man­gels ver­ein­bar­ten Ab­hol­ter­mins vor­lie­gen­der Schick­schuld man­gels an­de­rer Ver-ein­ba­­rung uns vor­be­hal­ten. Wir wer­den uns je­doch be­mü­hen, hin­sicht­lich Ver­san­dart und Ver­sand­weg Wün­sche des Kun­den zu be­rück­sich­ti­gen. Da­durch be­ding­te Mehr­kos­ten — auch bei ver­ein­bar­ter Fracht-Frei-Lie­­fe­­rung – gehen, wie die Tran­s­­port- und Ver­si­che­rungs­kos­ten, zu Las­ten des Kun­den.

Wird der Ver­sand auf Wunsch oder aus Ver­schul­den des Kun-den ver­zö­gert, so la­gern wir die Waren auf Kos­ten und Ge­fahr des Kun­den. In die­sem Fall steht die An­zei­ge der Ver­­­san­d­be­­reit-schaft dem Ver­sand gleich.

7.3 Die Ge­fahr des zu­fäl­li­gen Un­ter­gan­ges oder der zu­fäl­li­gen Ver­schlech­te­rung geht mit  Über­ga­be der zu lie­fern­den Pro­duk­te an den Kun­den, den Spe­di­teur, den Fracht­füh­rer, oder die sonst zur Aus­füh­rung der Ver­sen­dung be­stimm­ten Un­ter­neh­mun­gen, spä­tes­tens je­doch mit Ver­las­sen un­se­res Wer­kes oder un­se­res La­gers, oder un­se­rer Nie­der­las­sung auf den Kun­den über, es sei denn, es ist eine Bring­schuld ver­ein­bart. Vor­ste­hen­des gilt auch, wenn eine ver­ein­bar­te Teil­lie­fe­rung er­folgt.

Die Ge­fahr des zu­fäl­li­gen Un­ter­gan­ges oder der zu­fäl­li­gen Ver­schlech­te­rung geht bei Lie­fe­run­gen durch uns in Zu­­sam­­men-hang mit einer mit dem Kun­den ver­ein­bar­ten Auf­stel­lung oder Mon­ta­ge bei Ein­brin­gung in den Be­trieb des Kun­den auf die­sen über.

7.4 Ver­zö­gert sich die Sen­dung da­durch, dass wir in­fol­ge gän­z­­li-chen oder teil­wei­sen Zah­lungs­ver­zu­ges des Kun­den von un­­se-rem Zu­rück­be­hal­tungs­recht Ge­brauch ma­chen, oder aus einem sons­ti­gen vom Kun­den zu ver­tre­ten­den Grund, so geht die Ge­fahr spä­tes­tens ab Datum der Ab­sen­dung der Mit­tei­lung der Ver­­­sand- und/oder Leis­tungs­be­reit­schaft ge­gen­über dem Kun­den auf den Kun­den über.

7.5 So­weit eine Ab­nah­me zu er­fol­gen hat, ist die­se für den Ge­fahr­über­gang ma­ß­ge­bend. Sie muss un­ver­züg­lich zum Ab­nah­me­ter­min, hilfs­wei­se nach der Mel­dung des Lie­fe­rers über die Ab­nah­me­be­reit­schaft durch­ge­führt wer­den. Der Kun­de darf die Ab­nah­me bei Vor­lie­gen eines nicht we­sent­li­chen Man­gels nicht ver­wei­gern.

8. Män­gel­rü­ge / Pflicht­ver­let­zung wegen Sach­män­geln / Ge­währ­leis­tung
8.1 Er­kenn­ba­re Sach­män­gel sind vom Kun­den un­ver­züg­lich, spä­tes­tens je­doch 12 Tage nach Ab­ho­lung bei Lie­fe­rung ab Werk oder La­ger­ort, an­sons­ten nach An­lie­fe­rung, ver­steck­te Sach­män­gel un­ver­züg­lich nach Ent­de­ckung, Letz­te­re spä­tes­tens je­doch in­ner­halb der Ge­währ­leis­tungs­ver­jäh­rungs­frist nach Ziff. 8.7, uns ge­gen­über zu rügen. Eine nicht frist­ge­rech­te Rüge schlie­ßt jeg­li­chen An­spruch des Kun­den aus Pflicht­ver­let­zung wegen Sach­män­geln aus. Dies gilt nicht im Fal­le vor­sätz­li­chen, grob fahr­läs­si­gen oder arg­lis­ti­gen Han­delns un­se­rer­seits, im Fal­le der Ver­let­zung von Leib, Leben oder Ge­sund­heit oder Über­nah­me einer Ga­ran­tie der Män­gel­frei­heit, oder sons­ti­gen ge­setz­lich zwin­gen­den Haf­tungs­tat­be­stän­den und im Fal­le des Rück­grif­f­an­spru­ches in der Lie­fer­ket­te (§§ 478,479 BGB).

8.2 Bei An­lie­fe­rung er­kenn­ba­re Sach­män­gel müs­sen zudem dem Trans­port­un­ter­neh­men ge­gen­über ge­rügt und die schrift­li­che oder text­li­che Auf­nah­me der Män­gel von die­sem ver­an­lasst wer­den. Eine nicht frist­ge­rech­te Ver­an­las­sung der Auf­nah­me der Män­gel­rü­ge ge­gen­über dem Trans­port­un­ter­neh­men schlie­ßt jeg­li­chen An­spruch des Kun­den aus Pflicht­ver­let­zung wegen Sach­män­geln aus. Dies gilt nicht im Fal­le vor­sätz­li­chen, grob fahr­läs­si­gen oder arg­lis­ti­gen Han­delns un­se­rer­seits, im Fal­le der Ver­let­zung von Leib, Leben oder Ge­sund­heit, oder Über­nah­me eine Ga­ran­tie der Män­gel­frei­heit, oder der Haf­tung nach einem ge­setz­lich zwin­gen­den Haf­tungs­tat­be­stand und im Fal­le des Rück­grif­f­an­spru­ches in der Lie­fer­ket­te (§§ 478,479 BGB).

So­weit Stück­­zahl- und Ge­wichts­män­gel nach den vor­ste­hen­den Un­ter­su­chungs­pflich­ten be­reits bei An­lie­fe­rung er­kenn­bar waren, hat der Kun­de die­se Män­gel beim Emp­fang der Pro­duk­te ge­gen-über dem Trans­port­un­ter­neh­mer zu be­an­stan­den und sich die Be­an­stan­dung be­schei­ni­gen zu las­sen. Eine nicht frist­ge­rech­te Rüge ge­gen­über dem Trans­port­un­ter­neh­men schlie­ßt auch in­so­weit jeg­li­chen An­spruch des Kun­den aus Pflicht­ver­let­zung wegen Sach­män­geln aus. Dies gilt nicht im Fal­le vor­sätz­li­chen, grob fahr­läs­si­gen oder arg­lis­ti­gen Han­delns un­se­rer­seits, im Fal­le der Ver­let­zung von Leib, Leben oder Ge­sund­heit oder Über­nah­me eine Ga­ran­tie der Män­gel­frei­heit, oder bei Haf­tung wegen eines ge­setz­lich zwin­gen­den Haf­tungs­tat­be­stan­des und im Fal­le des Rück­grif­f­an­spru­ches in der Lie­fer­ket­te (§ 478 BGB).

8.3 Mit Be­ginn der Ver­ar­bei­tung, Be­ar­bei­tung, Ver­bin­dung oder Ver­mi­schung mit an­de­ren Sa­chen gel­ten die ge­lie­fer­ten Pro­duk­te als ver­trags­ge­mäß vom Kun­den ge­neh­migt. Ent­spre­chen­des gilt im Fal­le der Wei­ter­ver­sen­dung vom ur­sprüng­li­chen Be­­stim-mungs­­ort, so­weit dies nicht der üb­li­chen Ver­wen­dung der ge­­lie-fer­­ten Ware ent­spricht.

Es ob­liegt dem Kun­den, vor Be­ginn einer der vor­be­zeich­ne­ten Tä­tig­kei­ten durch in Um­fang und Me­tho­dik ge­eig­ne­te Prü­fun­gen ab­zu­klä­ren, ob die ge­lie­fer­ten Pro­duk­te für die von ihm be­a­b­­sich-ti­ge Ver­­ar­bei­­tungs-, Ver­­­fah­­rens- und sons­ti­gen Ver­­wen­­dungs-zwe­­cke ge­eig­net sind.

8.4 Sons­ti­ge Pflicht­ver­let­zun­gen sind vor der Gel­tend­ma­chung wei­te­rer Rech­te vom Kun­den un­ver­züg­lich unter Set­zung einer an­ge­mes­se­nen Ab­hil­fe­frist schrift­lich ab­zu­mah­nen, an­sons­ten geht der Kun­de den hier­aus re­sul­tie­ren­den Rech­ten ver­lus­tig. Dies gilt nicht im Fal­le vor­sätz­li­chen, grob fahr­läs­si­gen oder arg­lis­ti­gen Han­delns un­se­rer­seits, im Fal­le der Ver­let­zung von Leib, Leben oder Ge­sund­heit oder Über­nah­me einer Ga­ran­tie oder eines Be­schaf­fungs­ri­si­kos oder bei einem ge­setz­lich zwin-gen­­den Haf­tungs­tat­be­stand.

8.5 Män­gel, die der Kun­de selbst zu ver­tre­ten hat und un­be­­rech-tig­­te Re­kla­ma­tio­nen wer­den wir, so­weit der Kun­de Voll­kauf­mann im Sin­ne des Han­dels­ge­setz­bu­ches ist, im Auf­trag und auf Kos­ten des Kun­den be­sei­ti­gen.

8.6 So­weit die Pflicht­ver­let­zung sich nicht aus­nahms­wei­se auf eine Werkleis­tung un­se­rer­seits be­zieht, ist der Rück­tritt aus­­ge-schlos­­sen, so­weit un­se­re Pflicht­ver­let­zung un­er­heb­lich ist.

8.7 Für Sach­män­gel beim Ver­kauf  neu­er Sa­chen leis­ten wir — so­weit nicht schrift­lich oder in Text­form aus­drück­lich etwas Ab­wei­chen­des ver­ein­bart ist — über einen Zeit­raum von 12 Mo­na­ten Ge­währ, ge­rech­net vom Tage des Ge­fahr­über­gangs (sie­he Ziff. 7), im Fal­le der kun­den­sei­ti­gen An- oder Ab­­nah­­me-ver­­wei­ge­­rung vom Zeit­punkt der Be­reit­stel­lungs­an­zei­ge zur Wa­ren­über­nah­me an. Dies gilt nicht für Scha­­den­s­er­­sat­z­an­­sprü-che aus einer Ga­ran­tie, der Über­nah­me eines Be­­schaf­­fungs­­­ri­­si-kos, wegen der Ver­let­zung von Leib, Leben oder Ge­sund­heit, vor­sätz­li­chen, grob fahr­läs­si­gen oder arg­lis­ti­gen Han­delns, oder wenn in den Fäl­len des § 478 BGB (Rück­griff in der Lie­fer­ket­te), § 438 Abs. 1 Nr. 2 (Bau­wer­ke und Sa­chen für Bau­wer­ke) und § 634 a Abs. 1 Nr. 2 BGB (Bau­män­gel) eine län­ge­re Frist ge­­setz-lich fest­ge­legt ist. § 305 b BGB (Der Vor­rang der In­­di­vi­­dua­l­a­b­­re-de in münd­li­cher oder schrift­li­cher Form) bleibt un­be­rührt.

Die Haf­tung für Sach­män­gel beim Ver­kauf ge­brauch­ten Sa­chen ist aus­ge­schlos­sen. Vor­ste­hen­de Aus­nah­me nach Ziff. 8.7. Ab­satz 1 Satz 2 gilt ent­spre­chend.

Un­se­re Haf­tung für Sach­män­gel setzt vor­aus, dass der Kun­de die von uns oder her­stel­ler­sei­tig vor­ge­ge­be­nen War­­tungs­­in­­ter-val­­le und –ar­bei­ten am Lie­fer­ge­gen­stand ein­ge­hal­ten hat, es sei denn, dass der Sach­man­gel nicht auf der Nicht­ein­hal­tung die­ser War­tungs­in­ter­val­le und/oder –ar­bei­ten be­ruht.

8.8 Bes­sert der Kun­de oder ein Drit­ter un­sach­ge­mäß nach, be­steht kei­ne Haf­tung un­se­rer­seits für die dar­aus ent­ste­hen­den Fol­gen. Glei­ches gilt für ohne un­se­re vor­he­ri­ge Zu­stim­mung vor­ge­nom­me­ne Än­de­run­gen des Lie­fer­ge­gen­stan­des.

8.9 Wei­ter­ge­hen­de An­sprü­che des Kun­den wegen oder im Zu­sam­men­hang mit Män­geln oder Man­gel­fol­ge­schä­den, gleich aus wel­chem Grund, be­ste­hen nur nach Ma­ßga­be der Be­­stim-mun­­gen in Ziff. 8.10. und 11.

8.10 Scha­dens­er­satz­an­sprü­che des Kun­den gegen uns wegen eines Sach­man­gels der von uns ge­lie­fer­ten Ware sind aus­­ge-schlos­­sen. Dies gilt nicht im Fal­le vor­sätz­li­chen, grob fahr­läs­­si-gen oder arg­lis­ti­gen Han­delns un­se­rer­seits, im Fal­le der Ver­­­let-zung von Leib, Leben oder Ge­sund­heit, oder Über­nah­me eine Ga­ran­tie der Män­gel­frei­heit, der Über­nah­me eines Be­­schaf-fungs­­­ri­­si­­kos oder bei Haf­tung wegen eines ge­setz­lich zwin­gen-den Haf­tungs­tat­be­stan­des.

8.11 Un­se­re Ge­währ­leis­tung (An­sprü­che aus Pflicht­ver­let­zung wegen Schlecht­leis­tung bei Sach­män­geln) und die sich hier­aus er­ge­ben­de Haf­tung ist aus­ge­schlos­sen, so­weit Män­gel und damit zu­sam­men­hän­gen­de Schä­den nicht nach­weis­bar auf feh­ler­haf­tem Ma­te­ri­al, feh­ler­haf­ter Kon­struk­ti­on, oder auf man-gel­haf­­ter Aus­füh­rung oder man­gel­haf­ter Nut­zungs­an­lei­tung be­ru­hen. Ins­be­son­de­re ist die Ge­währ­leis­tung und die sich hier­aus er­ge­ben­de Haf­tung aus­ge­schlos­sen für die Fol­gen feh­ler­haf­ter Be­nut­zung oder au­ßer­ge­wöhn­li­che Ab­nut­zung der Pro­duk­te, über­mä­ßi­gen Ein­sat­zes, oder un­ge­eig­ne­te La­ger­­be-din­gun­­gen, und den Fol­gen che­mi­scher, elek­tro­ma­gne­ti­scher, me­cha­ni­scher oder elek­tro­ly­ti­scher Ein­flüs­se, die nicht den in der Pro­dukt­be­schrei­bung, der Be­triebs­an­lei­tung oder den Si­cher-heits­­da­­ten­­blät­­tern vor­ge­se­he­nen, durch­schnitt­li­chen Stan­dard-ein­flüs­­sen ent­spre­chen. Dies gilt nicht bei arg­lis­ti­gem, grob fahr­läs­si­gen oder vor­sätz­li­chem Han­deln un­se­rer­seits, oder Ver­let­zung von Leib, Leben oder Über­nah­me einer Ga­ran­tie, eines Be­schaf­fungs­ri­si­kos und der Ge­sund­heit, oder einer Haf­tung nach einem ge­setz­lich zwin­gen­den Haf­tungs­tat­be­stand.

8.12 An­sprü­che des Kun­den wegen der zum Zweck der Nach­­er-fül­­lung er­for­der­li­chen Auf­wen­dun­gen, ins­be­son­de­re Tran­s­­port-, Wege-, Ar­beits- und Ma­te­ri­al­kos­ten, sind aus­ge­schlos­sen, so­weit die Auf­wen­dun­gen sich er­hö­hen, weil der Ge­gen­stand der Lie­fe­rung nach­träg­lich an einen an­de­ren Ort als die Nie­­der­las-sung des Kun­den ver­bracht wor­den ist, es sei denn, die Ver­­brin-gung ent­spricht sei­nem be­stim­mungs­ge­mä­ßen Ge­brauch.

8.13 Män­gel­an­sprü­che be­ste­hen nicht bei nur un­er­heb­li­cher Ab­wei­chung von der ver­ein­bar­ten oder üb­li­chen Be­schaf­fen­heit oder Brauch­bar­keit.

8.14 Die An­er­ken­nung von Pflicht­ver­let­zun­gen in Form von Sach­män­geln be­darf stets der Schrift­form.

9. Prei­se / Zah­lungs­be­din­gun­gen /
Un­si­cher­heits­ein­re­de

9.1 Alle Prei­se ver­ste­hen sich grund­sätz­lich in EURO net­to aus­schlie­ß­lich Ver­pa­ckung, Fracht und Ver­si­che­rungs­kos­ten, zu­züg­lich vom Kun­den zu tra­gen­der Mehr­wert­steu­er in der je­weils ge­setz­lich vor­ge­schrie­be­nen Höhe ab Werk bzw. Lager.

9.2 Leis­tun­gen, die nicht Be­stand­teil des ver­ein­bar­ten Lie­­fer­um-fan­ges sind, wer­den man­gels ab­wei­chen­der Ver­ein­ba­rung auf der Basis un­se­rer je­weils gül­ti­gen all­ge­mei­nen Preis­lis­ten aus­­ge-führt.

9.3 Wir sind be­rech­tigt, die Ver­gü­tung ein­sei­tig an­ge­mes­sen nach bil­li­gem Er­mes­sen im Fal­le der Er­hö­hung von Ma­­te­­ri­al­her-stel­­lungs- und/oder -be­schaf­fungs­kos­ten, Lohn- und Lohn­­ne­­ben-kos­­ten sowie En­er­gie­kos­ten und Kos­ten durch Um­welt­auf­la­gen, Wech­sel­kurs­schwan­kun­gen und/oder Wäh­rungs­re­gu­la­ri­en und/oder Zol­län­de­rung, So­zi­al­ab­ga­ben und/oder Fracht­sät­ze und/oder öf­fent­li­che Ab­ga­ben zu er­hö­hen, wenn die­se die Wa­ren­her­stel­lungs­kos­ten oder Kos­ten un­se­rer ver­trag­lich ver-ein­bar­­ten Leis­tun­gen un­mit­tel­bar oder mit­tel­bar be­ein­flus­sen  und wenn zwi­schen Ver­trags­ab­schluss und Lie­fe­rung mehr als 4 Mo­na­te lie­gen. Eine Er­hö­hung im vor­ge­nann­ten Sin­ne ist aus­ge­schlos­sen, so­weit die Kos­ten­stei­ge­rung bei den ge­nann­ten Fak­to­ren durch eine Kos­ten­re­du­zie­rung bei an­de­ren der ge­­nann-ten Fak­to­ren in Bezug auf die Ge­samt­kos­ten­be­las­tung für die Lie­fe­rung auf­ge­ho­ben wird. Re­du­zie­ren sich vor­ge­nann­te Kos-ten­­fak­­to­­ren, ohne dass die Kos­ten­stei­ge­rung durch die Stei­ge-rung an­de­rer der vor­ge­nann­ten aus­ge­gli­chen wird, wer­den wir die­se Kos­ten­sen­kung im Rah­men einer Preis­sen­kung wei­­ter­ge-ben.

9.4 Tra­gen wir aus­nahms­wei­se ver­trags­ge­mäß die Frach­t­­kos-ten, so trägt der Kun­de die Mehr­kos­ten, die sich aus Ta­rif­er­hö­hun­gen der Fracht­sät­ze nach Ver­trags­schluss er­ge­ben.

9.5 Un­se­re Rech­nun­gen sind man­gels ab­wei­chen­der Ver­­ein­­ba-rung zahl­bar bin­nen 14 Ka­len­der­ta­gen nach Rech­nungs­da­tum. bei Selbst­ab­ho­lern ab Zu­gang der Er­klä­rung un­se­rer Lie­­fer­­be-reit­­schaft beim Kun­den, net­to.

9.6 Ver­ein­bar­te Zah­lungs­fris­ten lau­fen vom Tag der Lie­fe­rung. Dies gilt nicht, wenn der Kun­de eine spä­te­re Lie­fe­rung/Leis­tung wünscht oder wenn Um­stän­de eine Ver­zö­ge­rung der Aus­­­lie­­fe-rung her­bei­füh­ren, die wir nicht zu ver­tre­ten haben.
In die­sen Fäl­len tritt an die Stel­le Lie­fe­rung/Leis­tung gem. Satz 1 der Tag der Mel­dung der Ver­sand­be­reit­schaft.

9.7 Mit Ein­tritt des Ver­zu­ges wer­den Ver­zugs­zin­sen in Höhe von 8% über dem bei Fäl­lig­keit der Zah­lungs­for­de­rung je­wei­li­gen Ba­sis­zins­satz der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank be­rech­net. Die Gel­tend­ma­chung eines dar­über hin­aus­ge­hen­den Scha­dens bleibt vor­be­hal­ten.

9.8 Bei Ver­ein­bar­ter Über­wei­sung gilt als Tag der Zah­lung gilt das Datum des Geld­ein­gan­ges bei uns oder der Gut­schrift auf un­se­rem Kon­to bzw. auf dem Kon­to der von uns spe­zi­fi­zier­ten Zahl­stel­le.

9.9 Ein Zah­lungs­ver­zug des Kun­den be­wirkt die so­for­ti­ge Fäl­­lig-keit aller Zah­lungs­an­sprü­che aus der Ge­schäfts­ver­bin­dung mit dem Kun­den. Ohne Rück­sicht auf Stun­dungs­ab­re­den, Wech­­sel-lauf- und Ra­ten­zah­lungs­ver­ein­ba­run­gen sind in die­sem Fall sämt­li­che Ver­bind­lich­kei­ten des Kun­den uns ge­gen­über un­­ver-züg­­lich zur Zah­lung fäl­lig.

9.10 Wer­den Zah­lungs­be­din­gun­gen nicht ein­ge­hal­ten oder Um­stän­de be­kannt oder er­kenn­bar, die nach un­se­rem pflich­t­ge-mä­­ßen kauf­män­ni­schen Er­mes­sen be­grün­de­te Zwei­fel an der Kre­dit­wür­dig­keit des Kun­den ent­ste­hen las­sen, und zwar auch sol­che Tat­sa­chen, die schon bei Ver­trags­schluss vor­la­gen, uns je­doch nicht be­kannt waren oder be­kannt sein muss­ten, so sind wir un­be­scha­det wei­ter­ge­hen­der ge­setz­li­cher Rech­te in die­sen Fäl­len be­rech­tigt, die Wei­ter­ar­beit an lau­fen­den Auf­trä­gen oder die Be­lie­fe­rung ein­zu­stel­len und für noch aus­ste­hen­de Lie­­fe­­run-gen Vor­aus­zah­lun­gen oder Stel­lung an­ge­mes­se­ner, üb­li­cher Si­cher­hei­ten — z.B. in Form einer Bank­bürg­schaft eines deut-schen, dem Ein­la­gen­si­che­rungs­fonds an­ge­schlos­se­nen Kre­­di­­tin-sti­­tu­­tes — zu ver­lan­gen und nach er­folg­lo­sem Ver­strei­chen einer an­ge­mes­se­nen Nach­frist für die Leis­tung von sol­chen Si­cher­hei-ten — un­be­scha­det wei­te­rer ge­setz­li­cher Rech­te — vom Ver­trag zu­rück­zu­tre­ten. Der Kun­de ist ver­pflich­tet, uns alle durch die Nicht­aus­füh­rung des Ver­tra­ges ent­ste­hen­den Schä­den zu er­set­zen.

9.11 Ein Zu­­rück­be­hal­­tungs- oder Auf­rech­nungs­recht des Kun­den be­steht nur hin­sicht­lich sol­cher Ge­gen­an­sprü­che, die nicht be­strit­ten oder rechts­kräf­tig fest­ge­stellt sind.

9.12 Ein Zu­rück­be­hal­tungs­recht kann vom Kun­den nur in­so­weit aus­ge­übt wer­den, als sein Ge­gen­an­spruch auf dem glei­chen Ver­trags­ver­hält­nis be­ruht.

9.13 An­ge­bo­te­ne Wech­sel neh­men wir nur aus­nahms­wei­se kraft aus­drück­li­cher Ver­ein­ba­rung und nur er­fül­lungs­hal­ber her­ein. Wir be­rech­nen Dis­kont­spe­sen vom Fäl­lig­keits­tag der Rech­nung bis zum Ver­falls­tag des Wech­sels, sowie Wech­sel­kos­ten. Zin­sen und Kos­ten für die Dis­kon­tie­rung oder die Ein­zie­hung von Wech-seln hat der Kun­de zu tra­gen. Bei Wech­seln und Schecks gilt der Tag ihrer Ein­lö­sung als Zahl­tag. Bei einer Ab­leh­nung der Wech­sel­dis­kon­tie­rung durch un­se­re Haus­bank, oder bei Vor­lie­gen von ver­nünf­ti­gen Zwei­feln dar­an, dass eine Wech­sel­dis­kon­tie­rung wäh­rend der Wech­sel­lauf­zeit er­folgt, sind wir be­rech­tigt, unter Rück­nah­me des Wech­sels so­for­ti­ge Bar­zah­lung zu ver­lan­gen.

9.14 Gibt der Kun­de von uns er­hal­te­ne Bank­ga­ran­ti­en und/oder Bürg­schaf­ten nicht recht­zei­tig zu­rück, so hat er ab dem Zeit­punkt des Ver­zu­ges mit der Rück­ga­be sämt­lich uns hier­aus ent­ste­hen­de Kos­ten und Be­las­tun­gen zu er­set­zen.

9.15 Ein­ge­hen­de Zah­lun­gen wer­den zu­nächst zur Til­gung der Kos­ten, dann der Zin­sen und schlie­ß­lich der Haupt­for­de­run­gen nach ihrem Alter ver­wen­det.
Eine ent­ge­gen­ste­hen­de Be­stim­mung des Kun­den bei der Zah-lung ist un­be­acht­lich.

10. Ei­gen­tums­vor­be­halt / Pfand­recht
10.1 Wir be­hal­ten uns das Ei­gen­tum an allen von uns ge­lie­fer­ten Waren vor (nach­ste­hend ins­ge­samt “Vor­be­halts­wa­re”), bis alle un­se­re For­de­run­gen aus der Ge­schäfts­ver­bin­dung mit dem Kun­den ein­schlie­ß­lich der künf­tig ent­ste­hen­den An­sprü­che aus spä­ter ab­ge­schlos­se­nen Ver­trä­gen be­gli­chen sind. Dies gilt auch für einen Sal­do zu un­se­ren Guns­ten, wenn ein­zel­ne oder alle For­de­run­gen von uns in eine lau­fen­de Rech­nung (Kon­to­kor­rent) auf­ge­nom­men wer­den und der Sal­do ge­zo­gen ist.

10.2 Der Kun­de hat die Vor­be­halts­wa­re aus­rei­chend, ins­be­­son-de­­re gegen Feu­er und Dieb­stahl, zu ver­si­chern. An­sprü­che gegen die Ver­si­che­rung aus einem die Vor­be­halts­wa­re be­­tref-fen­­den Scha­dens­fall wer­den be­reits hier­mit in Höhe des Wer­tes der Vor­be­halts­wa­re an uns ab­ge­tre­ten.

10.3 Der Kun­de ist be­rech­tigt, die ge­lie­fer­ten Pro­duk­te im ge­wöhn­li­chen Ge­schäfts­ver­kehr wei­ter zu ver­kau­fen. An­de­re Ver­fü­gun­gen, ins­be­son­de­re Ver­pfän­dun­gen oder Ein­räu­mung von Si­che­rungs­ei­gen­tum, sind ihm nicht ge­stat­tet. Wird die Vor­be­halts­wa­re bei Wei­ter­ver­äu­ße­rung vom Dritter­wer­ber nicht so­fort be­zahlt, ist der Kun­de ver­pflich­tet, nur unter Ei­gen­­tums-vor­­be­halt wei­ter zu ver­äu­ßern. Die Be­rech­ti­gung zur Wei­­ter­­ver-äu­­ße­­rung der Vor­be­halts­wa­re ent­fällt ohne wei­te­res, wenn der Kun­de sei­ne Zah­lung ein­stellt, oder uns ge­gen­über in Zah­­lungs-ver­­zug gerät.

10.4 Der Kun­de tritt uns be­reits hier­mit alle For­de­run­gen ein-schlie­ß­­lich Si­cher­hei­ten und Ne­ben­rech­te ab, die ihm aus oder im Zu­sam­men­hang mit der Wei­ter­ver­äu­ße­rung von Vor­­be­halts-wa­­re gegen den End­ab­neh­mer oder gegen Drit­te er­wach­sen. Er darf kei­ne Ver­ein­ba­rung mit sei­nen Ab­neh­mern tref­fen, die un­se­re Rech­te in ir­gend­ei­ner Wei­se aus­schlie­ßen oder be­ein-träch­­ti­gen, oder die Vor­aus­ab­tre­tung der For­de­rung zu­nich­te ma­chen. Im Fal­le der Ver­äu­ße­rung von Vor­be­halts­wa­re mit an­de­ren Ge­gen­stän­den gilt die For­de­rung gegen den Drit­t­ab-neh­­mer in Höhe des zwi­schen uns und dem Kun­den ver­­ein­bar-ten Lie­fer­prei­ses als ab­ge­tre­ten, so­fern sich aus der Rech­nung nicht die auf die ein­zel­nen Waren ent­fal­len­den Be­trä­ge er­mit­teln las­sen.

10.5 Der Kun­de bleibt zur Ein­be­zie­hung der an uns ab­ge­tre­te­nen For­de­rung bis zu un­se­rem je­der­zeit zu­läs­si­gen Wi­der­ruf be­­rech-tigt. Auf unser Ver­lan­gen ist er ver­pflich­tet, uns die zur Ein­zie-hung ab­ge­tre­te­ner For­de­run­gen er­for­der­li­chen Aus­künf­te und Un­ter­la­gen voll­stän­dig zu geben und, so­fern wir dies nicht selbst tun, sei­ne Ab­neh­mer un­ver­züg­lich von der Ab­tre­tung an uns zu un­ter­rich­ten.

10.6 Nimmt der Kun­de For­de­run­gen aus der Wei­ter­ver­äu­ße­rung von Vor­be­halts­wa­ren in ein mit sei­nen Ab­neh­mern be­ste­hen­des Kon­to­kor­rent­ver­hält­nis auf, so tritt er einen zu sei­nen Guns­ten sich er­ge­ben­den an­er­kann­ten Schluss­sal­do be­reits jetzt in Höhe des Be­tra­ges an uns ab, der dem Ge­samt­be­trag der in das Kon­to­kor­rent­ver­hält­nis ein­ge­stell­ten For­de­rung aus der Wei­­ter-ver­­äu­­ße­­rung un­se­rer Vor­be­halts­wa­re ent­spricht.

10.7 Hat der Kun­de For­de­run­gen aus der Wei­ter­ver­äu­ße­rung der von uns ge­lie­fer­ten oder zu lie­fern­den Pro­duk­ten be­reits an Drit­te ab­ge­tre­ten, ins­be­son­de­re auf­grund ech­ten oder un­ech­ten Fac­to­rings, oder sons­ti­ge Ver­ein­ba­run­gen ge­trof­fen, auf­grund derer un­se­re der­zei­ti­gen oder künf­ti­gen Si­che­rungs­rech­te gemäß Ziff. 10 be­ein­träch­tigt wer­den kön­nen, hat er uns dies un­­ver­­züg-lich an­zu­zei­gen. Im Fal­le eines un­ech­ten Fac­to­rings sind wir be­rech­tigt, vom Ver­trag zu­rück­zu­tre­ten und die Her­aus­ga­be be­reits ge­lie­fer­ter Pro­duk­te zu ver­lan­gen. Glei­ches gilt im Fal­le eines ech­ten Fac­to­rings, wenn der Kun­de nach dem Ver­trag mit dem Fac­tor nicht frei über den Kauf­preis der For­de­rung ver­fü­gen kann.

10.8 Bei kun­den­sei­tig ver­schul­de­tem ver­trags­wid­ri­gem Han­deln, ins­be­son­de­re bei Zah­lungs­ver­zug, sind wir ohne Rück­tritt vom Ver­trag zur Rück­nah­me aller Vor­be­halts­wa­ren be­rech­tigt. Der Kun­de ist in die­sem Fall ohne wei­te­res zur Her­aus­ga­be ver­pflich­tet. Zur Fest­stel­lung des Be­stan­des der von uns ge­lie­fer­ten Ware dür­fen wir je­der­zeit zu den nor­ma­len Ge­schäfts­stun­den die Ge­schäfts­räu­me des Kun­den be­tre­ten. In der Rück­nah­me der Vor­be­halts­wa­re liegt Rück­tritt vom Ver­trag nur dann vor, wenn wir dies aus­drück­lich schrift­lich er­klä­ren oder zwin­gen­de ge­setz­li­che Be­stim­mun­gen dies vor­se­hen. Von allen Zu­grif­fen Drit­ter auf Vor­be­halts­wa­re oder uns ab­ge­tre­te­ner For­de­rung hat uns der Kun­de un­ver­züg­lich schrift­lich zu un­­ter-rich­­ten.

10.9 Über­steigt der Wert der für uns nach vor­ste­hen­den Be-stim­­mun­­gen be­ste­hen­den Si­cher­hei­ten die ge­si­cher­ten For­­de-run­­gen ins­ge­samt um mehr als 10%, sind wir auf Ver­lan­gen des Kun­den in­so­weit zur Frei­ga­be von Si­cher­hei­ten nach un­se­rer Wahl ver­pflich­tet.

10.10 Be­ar­bei­tung und Ver­ar­bei­tung der Vor­be­halts­wa­re er­folgt für uns als Her­stel­ler, ohne uns je­doch zu ver­pflich­ten. Wird die Vor­be­halts­wa­re mit an­de­ren, uns nicht ge­hö­ren­den Ge­gen­­stän-den ver­ar­bei­tet oder un­trenn­bar ver­bun­den, so er­wer­ben wir das Mit­ei­gen­tum an der neu­en Sache im Ver­hält­nis des Rech­­nungs-wer­­tes un­se­rer Ware zu den Rech­nungs­wer­ten der an­de­ren ver­ar­bei­te­ten oder ver­bun­de­nen Ge­gen­stän­de. Wer­den un­se­re Waren mit an­de­ren be­weg­li­chen Ge­gen­stän­den zu einer ein­heit-li­chen Sache ver­bun­den, die als Haupt­sa­che an­zu­se­hen ist, so über­trägt der Kun­de uns schon jetzt im glei­chen Ver­hält­nis das Mit­ei­gen­tum hier­an. Der Kun­de ver­wahrt das Ei­gen­tum oder Mit­ei­gen­tum un­ent­gelt­lich für uns. Die hier­nach ent­ste­hen­den Mit­ei­gen­tums­rech­te gel­ten als Vor­be­halts­wa­re. Auf unser Ver-lan­gen ist der Kun­de je­der­zeit ver­pflich­tet, uns die zur Ver­fol­gung un­se­rer Ei­gen­­tums- oder Mit­ei­gen­tums­rech­te er­for­der­li­chen Aus­künf­te zu er­tei­len.

11. Haf­­tungs­­aus­­schlus­s/-be­­gren­zung
11.1 Wir haf­ten vor­be­halt­lich nach­ste­hen­der Aus­nah­men nicht, ins­be­son­de­re nicht für An­sprü­che des Kun­den auf Scha­­den­­ser-satz oder Auf­wen­dungs­er­satz — gleich aus wel­chem Rechts­grund -, weder bei Ver­let­zung von Pflich­ten aus dem Schuld­ver­hält­nis noch aus un­er­laub­ten Hand­lun­gen.

11.2 Vor­ste­hen­der Haf­tungs­aus­schluss gilt nicht, so­weit ge­­setz-lich zwin­gend ge­haf­tet wird, sowie:
-    für ei­ge­ne vor­sätz­li­che oder grob fahr­läs­si­ge Pflich­t­­ver-let­zung und vor­sätz­li­che oder grob fahr­läs­si­ge Pflicht-ver­­­le­t­zung von ge­setz­li­chen Ver­tre­tern oder Er­­fül­­lungs-ge­hil­­fen;
-    für die Ver­let­zung von we­sent­li­chen Ver­trags­pflich­ten; „We­sent­li­che Ver­trags­pflich­ten“ sind sol­che Ver­­pflich-tun­­gen, die ver­trags­we­sent­li­che Rechts­po­si­tio­nen des Kun­den schüt­zen, die ihm der Ver­trag nach sei­nem In-halt und Zweck ge­ra­de zu ge­wäh­ren hat. We­sent­lich sind fer­ner sol­che Ver­trags­pflich­ten, deren Er­fül­lung die ord­nungs­ge­mä­ße Durch­füh­rung des Ver­tra­ges über-haupt erst er­mög­licht und auf deren Ein­hal­tung der Kun­de re­gel­mä­ßig ver­traut hat und ver­trau­en darf;

-    im Fal­le der Ver­let­zung von Leib, Leben und Ge­­sund-heit auch durch ge­setz­li­che Ver­tre­ter oder Er­­fül­­lungs-ge­hil­­fen;
-    im Fal­le des Ver­zu­ges, so­weit ein fixer Lie­­fer- und/oder fixer Leis­tungs­zeit­punkt ver­ein­bart war;
-    so­weit wir die Ga­ran­tie für die Be­schaf­fen­heit un­se­rer Ware oder das Vor­han­den­sein eines Leis­tungs­er­fol­ges, oder ein Be­schaf­fungs­ri­si­ko über­nom­men haben;
-    bei einer Haf­tung nach dem Pro­dukt­haf­tungs­ge­setz oder an­de­ren ge­setz­lich zwin­gen­den Haf­­tungs­­­ta­t­­be-stän­­den.
11.3 Im Fal­le dass uns oder un­se­ren Er­fül­lungs­ge­hil­fen nur leich­te Fahr­läs­sig­keit zur Last fällt und kein Fall vor­ste­hen­der Ziff. 11.2, dort  1, 3, 4, 5 und 6 Spie­gel­strich vor­liegt, haf­ten wir auch bei der Ver­let­zung we­sent­li­cher Ver­trags­pflich­ten nur für den ver­trags­ty­pi­schen und vor­her­seh­ba­ren Scha­den.

11.4 Un­se­re Haf­tung ist der Höhe nach für jeden ein­zel­nen Scha­dens­fall be­grenzt auf eine Haf­tungs­höchst­sum­me in Höhe von EUR 500.000,00. Dies gilt nicht, wenn uns Arg­list, Vor­satz oder gro­be Fahr­läs­sig­keit zur Last fällt, für An­sprü­che wegen der Ver­let­zung von Leib, Leben oder Ge­sund­heit sowie im Fal­le einer For­de­rung, die auf einer de­lik­ti­schen Hand­lung oder einer aus­drück­li­chen, zu­sätz­li­chen Ga­ran­tie oder der Über­nah­me eines Be­schaf­fungs­ri­si­kos be­ruht oder in Fäl­len ge­setz­lich zwin­gen­der  ab­wei­chen­der hö­he­rer Haf­tungs­sum­men. Eine wei­ter­ge­hen­de Haf­tung ist aus­ge­schlos­sen.

11.5 Die Haf­tungs­aus­schlüs­se bzw. -be­schrän­kun­gen gemäß der vor­ste­hen­den Ziff. 11.1 bis 11.4 und Ziff. 11.6 gel­ten im glei­chen Um­fang zu Guns­ten der lei­ten­den und nicht­lei­ten­den An­ge­stell­ten und sons­ti­gen Er­fül­lungs­ge­hil­fen sowie un­se­ren Sub­un­ter­neh­mern.

11.6 An­sprü­che des Kun­den auf Scha­dens­er­satz aus die­sem Ver­trags­ver­hält­nis kön­nen nur in­ner­halb einer Aus­schluss­frist von einem Jahr ab dem ge­setz­li­chen Ver­jäh­rungs­be­ginn gel­tend ge­macht wer­den. Dies gilt nicht, wenn uns Arg­list, Vor­satz oder gro­be Fahr­läs­sig­keit zur Last fällt, für An­sprü­che wegen der Ver­let­zung von Leib, Leben oder Ge­sund­heit, sowie im Fal­le einer For­de­rung, die auf einer de­lik­ti­schen Hand­lung oder einer aus­drück­li­chen, zu­sätz­li­chen Ga­ran­tie oder der Über­nah­me eines Be­schaf­fungs­ri­si­kos be­ruht.

11.7 Eine Um­kehr der Be­weis­last ist mit den vor­ste­hen­den Re­ge­lun­gen nicht ver­bun­den.

12. Er­fül­lungs­ort / Ge­richts­stand /
An­wend­ba­res Recht

12.1 Er­fül­lungs­ort für alle ver­trag­li­chen Ver­pflich­tun­gen ist mit Aus­nah­me des Fal­les der Über­nah­me einer Bring­schuld, oder an­der­wei­ti­ger Ver­ein­ba­rung, der Sitz un­se­rer Ge­sell­schaft.

12.2 Aus­schlie­ß­li­cher Ge­richts­stand für alle Strei­tig­kei­ten ist — so­weit der Kun­de Kauf­mann im Sin­ne des Han­dels­ge­setz­bu­ches ist — das für den Sitz un­se­rer Ge­sell­schaft zu­stän­di­ge Ge­richt. Wir sind je­doch auch be­rech­tigt, den Kun­den an sei­nem all­ge-mei­­nen Ge­richts­stand zu ver­kla­gen.

12.3 Für alle Rechts­be­zie­hun­gen zwi­schen dem Kun­den und uns gilt aus­schlie­ß­lich das Recht der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, ins­be­son­de­re unter Aus­schluss des UN-Kauf­­rech­­tes (CISG).

13. Schutz­rech­te
13.1 So­fern nicht etwas An­de­res ver­ein­bart wur­de, sind wir le­dig­lich ver­pflich­tet, die Lie­fe­rung in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land frei von ge­werb­li­chen Schutz­rech­ten und Ur­he­ber-rech­­ten Drit­ter zu er­brin­gen. So­fern ein Drit­ter wegen der Ver­­­let-zung von Schutz­rech­ten durch von uns an den Kun­den ge­­lie­­fer-ten Pro­duk­ten be­rech­tig­te An­sprü­che er­hebt, haf­ten wir ge­gen-über dem Kun­den in­ner­halb der in Ziff. 8.7 be­stimm­ten Frist wie folgt:

-    Wir wer­den nach un­se­rer Wahl zu­nächst ver­su­chen, auf un­se­re Kos­ten für die be­tref­fen­den Lie­fe­run­gen ent­­we-der ein Nut­zungs­recht zu er­wir­ken, oder den Lie­­fer­ge-gen­­stand unter Ein­hal­tung der ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Ei­gen­schaf­ten so än­dern, dass das Schutz­recht nicht ver­letzt wird, oder aus­tau­schen. Ist uns dies nicht zu an­ge­mes­se­nen Be­din­gun­gen mög­lich, ste­hen dem Kun­den sei­ne ge­setz­li­chen Rech­te zu, die sich je­doch nach die­sen All­ge­mei­nen Lie­­fer- und Auf­trags­be­din­gun­gen rich­ten.

-    Dem Kun­den ste­hen nur dann Rech­te für den Fall einer Schutz­rechts­ver­let­zung durch un­se­re Lie­­fer­ge­gen­­stän-de zu, wenn er uns über die von Drit­ten gel­tend ge-mach­­ten An­sprü­che un­ver­züg­lich schrift­lich ver­stän­digt, eine Ver­let­zung nicht an­er­kennt und uns alle Ab­wehr­maß­nah­men und Ver­gleichs­ver­hand­lun­gen vor­be­hal­ten blei­ben.

-    Stellt der Kun­de die Nut­zung der Pro­duk­te aus Scha-den­s­­min­­de­­rungs- oder sons­ti­gen wich­ti­gen Grün­den ein, so ist er ver­pflich­tet, den Drit­ten dar­auf hin­zu­­wei-sen, dass mit der Nut­zungs­ein­stel­lung kein Aner-kenn­t­­nis einer Schutz­rechts­ver­let­zung ver­bun­den ist.

-    Wird der Kun­de in­fol­ge der Be­nut­zung der von uns ge-lie­­fer­­ten Pro­duk­te von Drit­ten wegen Schut­z­­rechts­­ver-let­zu­n­­gen an­ge­grif­fen, so ver­pflich­tet sich der Kun­de, uns hier­von un­ver­züg­lich zu un­ter­rich­ten und uns Ge-le­gen­heit zu geben, sich an einem even­tu­el­len Rechts­streit zu be­tei­li­gen. Der Kun­de hat uns bei der Füh­rung eines sol­chen Rechts­streits in jeder Hin­sicht zu un­ter­stüt­zen. Der Kun­de hat Hand­lun­gen zu un­­ter-las­­sen, die un­se­re Rechts­po­si­ti­on be­ein­träch­ti­gen könn­ten.

13.2 An­sprü­che des Kun­den sind aus­ge­schlos­sen, so­weit er die Schutz­rechts­ver­let­zung zu ver­tre­ten hat. An­sprü­che des Kun­den sind fer­ner aus­ge­schlos­sen, so­weit die Schutz­rechts­ver­let­zung durch spe­zi­el­le Vor­ga­ben des Kun­den, durch eine von uns nicht vor­aus­seh­ba­re An­wen­dung, oder da­durch ver­ur­sacht wird, dass die Pro­duk­te vom Kun­den ver­än­dert oder zu­sam­men mit nicht von uns ge­lie­fer­ten Pro­duk­ten ein­ge­setzt wer­den, so­weit die Schutz­rechts­ver­let­zung hier­auf be­ruht.

14. Ex­port­kon­trol­le / Pro­dukt­zu­las­sung
14.1 Die ge­lie­fer­te Ware ist man­gels ab­wei­chen­der ver­trag­li­cher Ver­ein­ba­run­gen mit dem Kun­den zum erst­ma­li­gen In­ver­kehr­brin­gen in­ner­halb der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land (Erst­lie­fer­land) be­stimmt.

14.2 Die Aus­fuhr be­stimm­ter Güter kann — z.B. auf­grund ihrer Art oder ihres Ver­wen­dungs­zwe­ckes oder End­ver­bleibs — der Ge-neh­­mi­gungs­­pflicht un­ter­lie­gen. Der Kun­de ist selbst ver­pflich­tet, die für die­se Güter ein­schlä­gi­gen Aus­fuhr­vor­schrif­ten und Em-bar­gos, ins­be­son­de­re der Eu­ro­päi­schen Uni­on (EU), Deutsch-lands be­zie­hungs­wei­se an­de­rer EU-Mit­­­glied­s­­staa­­ten sowie ge­ge­be­nen­falls der USA oder asia­ti­scher oder ara­bi­scher Län-der, strikt zu be­ach­ten.

Zudem ist der Kun­de ver­pflich­tet, dass bei Ver­brin­gung in ein an­de­res als das mit uns ver­ein­bar­te Erst­lie­fer­land die er­­for­­der­­li-chen na­tio­na­len Pro­dukt­zu­las­sun­gen oder Pro­dukt­re­gis­trie­run­gen ein­ge­holt wer­den und dass die im na­tio­na­len Recht des be­trof­fe­nen Lan­des ver­an­ker­ten Vor­ga­ben zur Be­reit­stel­lung der An­wen­der­infor­ma­tio­nen in der Lan­des­spra­che er­füllt sind.

14.3 Der Kun­de wird ins­be­son­de­re prü­fen und si­cher­stel­len, dass

- die über­las­se­nen Güter nicht für eine rüs­tungs­re­le­van­te, kern­tech­ni­sche oder waf­fen­tech­ni­sche Ver­wen­dung be­stimmt sind;

- kei­ne Un­ter­neh­men und Per­so­nen, die in der US-De­­nied Per­sons List (DPL) ge­nannt sind, mit US-Ur­­sprungs­­wa­­ren, US-Sof­t­­wa­re und US-Tech­­no­­lo­gie be­lie­fert wer­den;

- kei­ne Un­ter­neh­men und Per­so­nen, die in der US-Warning List, US-En­t­i­­ty List oder US-Spe­ci­al­­ly De­si­gna­ted Na­tio­nals List ge­nannt sind, ohne ein­schlä­gi­ge Ge­neh­mi­gung mit US-Ur­­sprungs­­er­zeu­g­­nis­­sen be­lie­fert wer­den;

- kei­ne Un­ter­neh­men und Per­so­nen be­lie­fert wer­den, die in der Lis­te der Spe­cial­ly De­si­gna­ted Ter­ro­rists, For­eign Ter­ro­rist Or­ga­niza­t­i­ons, Spe­cial­ly De­si­gna­ted Glo­bal Ter­ro­rists oder der Ter­ro­ris­ten­lis­te der EU ge­nannt wer­den;

- kei­ne mi­li­tä­ri­schen Emp­fän­ger mit den von uns  ge­lie­fer­ten Pro­duk­ten be­lie­fert wer­den;

- kei­ne Emp­fän­ger be­lie­fert wer­den, bei denen ein Ver­stoß gegen sons­ti­ge Ex­port­kon­troll­vor­schrif­ten, ins­be­son­de­re der EU oder der ASE­AN-Staa­­ten vor­liegt;
- alle Früh­warn­hin­wei­se der zu­stän­di­gen deut­schen oder na­tio­na­len Be­hör­den des je­wei­li­gen Ur­sprungs­lan­des der Lie­­fe-rung be­ach­tet wer­den.

14.4 Der Zu­griff auf und Nut­zung von un­se­rer­seits ge­lie­fer­ten Gü­tern darf nur dann er­fol­gen, wenn die oben ge­nann­ten Prü-fun­­gen und Si­cher­stel­lun­gen er­folgt sind; an­de­ren­falls sind wir nicht zur Leis­tung ver­pflich­tet.

14.5 Der Kun­de ver­pflich­tet sich, bei Wei­ter­ga­be der von uns ge­lie­fer­ten Güter an Drit­te die­se Drit­ten in glei­cher Wei­se wie in den Ziff. 14.1–14.4 zu ver­pflich­ten und über die Not­wen­dig­keit der Ein­hal­tung sol­cher Rechts­vor­schrif­ten zu un­ter­rich­ten.

14.6 Der Kun­de stellt uns von allen Schä­den frei, die aus der schuld­haf­ten Ver­let­zung der vor­ste­hen­den Pflich­ten gem. Ziff. 14.1–14.5 re­sul­tie­ren.

15. Er­öff­nung eines In­sol­venz­ver­fah­rens / In­coterms / Schrift­form / Sal­va­to­ri­sche Klau­sel
15.1 Ein An­trag auf Er­öff­nung eines In­sol­venz­ver­fah­rens des Kun­den oder des­sen trotz Ab­mah­nung nicht auf Zu­­rück­be­hal-tungs­­­rech­­ten oder sons­ti­gen Rech­ten be­ru­hen­de Zah­­lun­g­­sein-stel­­lung be­rech­ti­gen uns, je­der­zeit von dem Ver­trag zu­­rück­zu­­t­­re-ten oder die Lie­fe­rung der Kauf­sa­che oder un­se­re Leis­tung von der vor­he­ri­gen Er­fül­lung der Zah­lungs­ver­pflich­tung ab­hän­gig zu ma­chen. Ist die Lie­fe­rung der Kauf­sa­che oder un­se­re Leis­tung be­reits er­folgt, so wird die Ge­gen­leis­tung in den vor­ge­nann­ten Fäl­len so­fort fäl­lig. Wir sind auch be­rech­tigt, die Kauf­sa­che in den vor­ge­nann­ten Fäl­len zu­rück­zu­for­dern und bis zur vol­l­­­stän­­di-gen Zah­lung des Kauf­prei­ses zu­rück­zu­hal­ten.

15.2 So­weit Han­dels­klau­seln nach den In­ter­na­tio­nal Com­mer­ci­al Terms (IN­COTERMS) ver­ein­bart sind, gel­ten die IN­COTERMS 2010.

15.3 Alle Ver­ein­ba­run­gen, Ne­ben­ab­re­den, Zu­si­che­run­gen und Ver­trags­än­de­run­gen be­dür­fen der Schrift­form. Dies gilt auch für die Ab­be­din­gung der Schrift­for­ma­bre­de selbst. Der Vor­rang der In­di­vi­dua­la­b­re­de in schrift­li­cher, text­li­cher oder münd­li­cher Form (§ 305 b BGB) bleibt un­be­rührt.

15.4 Soll­te eine Be­stim­mung die­ses Ver­tra­ges aus Grün­den des Rech­tes der All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen nach §§ 305 bis 310 BGB ganz oder teil­wei­se un­wirk­sam/nich­tig oder nicht durch­führ­bar sein oder wer­den, gel­ten die ge­setz­li­chen Re­ge-lun­­gen.

Soll­te eine ge­gen­wär­ti­ge oder zu­künf­ti­ge Be­stim­mung des Ver­tra­ges aus an­de­ren Grün­den als den Be­stim­mun­gen be­­tref-fend das Recht der All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen nach  §§ 305 bis 310 BGB ganz oder teil­wei­se un­wirk­sam/nich­tig oder nicht durch­führ­bar sein oder wer­den, so wird hier­von die Gül­­tig-keit der üb­ri­gen Be­stim­mun­gen die­ses Ver­tra­ges nicht be­rührt, so­weit nicht die Durch­füh­rung des Ver­tra­ges — auch unter Be-rück­­si­ch­­ti­gung der nach­fol­gen­den Re­ge­lun­gen — für eine Par­tei eine un­zu­mut­ba­re Här­te dar­stel­len wür­de. Das Glei­che gilt, wenn sich nach Ab­schluss des Ver­tra­ges eine er­gän­zungs­be­dürf­ti­ge Lücke er­gibt.

Ent­ge­gen dem Grund­satz der Recht­spre­chung des Bun­­­des­ge-richts­ho­­fes, wo­nach eine Sal­va­to­ri­sche Er­hal­tens­klau­sel grund-sät­z­­lich le­dig­lich die Be­weis­last um­keh­ren soll, soll die Wir­k­­sam-keit der üb­ri­gen Ver­trags­be­stim­mun­gen unter allen Um­stän­den auf­recht er­hal­ten blei­ben und damit § 139 BGB ins­ge­samt ab­be­dun­gen wer­den.

Die Par­tei­en wer­den die aus an­de­ren Grün­den als den Be­­stim-mun­­gen be­tref­fend das Recht der All­ge­mei­nen Ge­­schäfts­­be­­din-gun­­gen nach §§ 305 bis 310 BGB un­wirk­sa­me /nich­ti­ge/ un-durch­­­führ­ba­­re Be­stim­mung oder aus­fül­lungs­be­dürf­ti­ge Lücke durch eine wirk­sa­me Be­stim­mung er­set­zen, die in ihrem rech­t­­li-chen und wirt­schaft­li­chen Ge­halt der un­­wir­k­­sa-men/­nich­­ti­gen/un­­­durch­­­führ­ba­­ren Be­stim­mung und dem Ge­­s­amt-zweck des Ver­tra­ges ent­spricht. § 139 BGB (Teil­nich­tig­keit) wird aus­drück­lich aus­ge­schlos­sen. Be­ruht die Nich­tig­keit einer Be­stim­mung auf einem dar­in fest­ge­leg­ten Maß der Leis­tung oder der Zeit (Frist oder Ter­min), so ist die Be­stim­mung mit einem dem ur­sprüng­li­chen Maß am Nächs­ten kom­men­den recht­lich zu­läs­si­gen Maß zu ver­ein­ba­ren.

Hin­weis:
Gemäß den Be­stim­mun­gen des Da­ten­schutz­ge­set­zes wei­sen wir dar­auf hin, dass die Ver­trags­ab­wick­lung in un­se­rem Un­ter­neh­men über eine EDV-An­la­ge ge­führt wird und wir in die­sem Zu­sam­men­hang auch die auf­grund der Ge­schäfts­be­zie­hung mit dem Kun­den er­hal­te­nen Daten spei­chern.

Kre­feld im No­vem­ber 2013

Re­pa­ra­­tur- und Mon­ta­ge­be­din­gun­gen der Fir­ma Hen­kel­hau­sen GmbH & Co. KG  

1. All­ge­mei­nes

(1) Die­se All­ge­mei­nen Re­pa­ra­­tur- und Mon­­ta­ge­­be-din­gun­­gen (AGB) gel­ten für In­­stan­d­­se­t­zungs-ar­bei­­ten (Re­pa­ra­tu­ren) und Mon­ta­ge­ar­bei­ten.

(2) Ab­wei­chun­gen gel­ten nur, so­weit sie vom Auf-tra­g­­neh­­mer schrift­lich be­stä­tigt wur­den. Ab­wei­chen­de Be­din­gun­gen des Auf­trag­ge­bers – nach­ste­hend „Kun­de“ ge­nannt — gel­ten nur, wenn und so­weit wir sie aus­drück­lich schrift­lich an­er­ken­nen. Unser Schwei­gen auf der­ar­ti­ge ab­wei­chen­de Be­din­gun­gen gilt ins­be­son­de­re nicht als An­er­ken­nung oder Zu­stim­mung, auch nicht bei zu­künf­ti­gen Ver­trä­gen.

(3) So­weit die nach­fol­gen­den Be­din­gun­gen kei­ne Son­der­re­ge­lun­gen ent­hal­ten, gel­ten er­gän­zend un­se­re je­wei­li­gen All­ge­mei­nen Ver­­­kaufs- und Lie­fer­be­din­gun­gen zum Zeit­punkt der Be­auf­tra­gung, so­dann die Vor­schrif­ten des BGB über den Werk­ver­trag (§ 631 BGB).

(4) Mit der Über­tra­gung des Re­pa­ra­tur­auf­tra­ges gilt gleich­zei­tig die Er­laub­nis zu Pro­be­fahr­ten und Pro­be­ein­sät­zen in­so­weit als er­teilt, als dies dem Um­stan­de nach er­for­der­lich und an­ge­mes­sen ist.

(5) So­weit der Kun­de Kauf­mann ist, ist Er­­fül-lungs­­ort Kre­feld. Unter die­ser Vor­aus­set­zung ist auch – nach un­se­rer Wahl – ent­we­der Kre­feld oder das sach­lich zu­stän­di­ge Ge­richt für den Sitz des Kun­den ma­ß­ge­bend. Dies gilt aus­drück­lich auch für das Ur­kun­­­den-, Scheck- und Wech­sel­ver­fah­ren.

(6) Sämt­li­che Prei­se ver­ste­hen sich zzgl. der ge-set­z­­li­chen Mehr­wert­steu­er. Die­se wird dem Kun­den ge­son­dert in Rech­nung ge­stellt.

(7) Zur Aus­füh­rung an­de­rer Ar­bei­ten als der­je-ni­gen, die ver­trag­lich ver­ein­bart wor­den sind, ist unser Per­so­nal nicht be­fugt.

(8) Es fin­det das Recht der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land An­wen­dung.


2. Kos­ten­an­schlag 

(1) Schrift­li­che Kos­ten­an­schlä­ge sind nur dann ver­bind­lich, wenn sie schrift­lich aus­drück­lich als ver­bind­lich be­zeich­net sind und mit der In­­stan­d­­set-zung un­ver­züg­lich be­gon­nen wer­den kann. Sie kön­nen um 10 % über­schrit­ten wer­den, wenn sich bei In­an­griff­nah­me oder bei Durch­füh­rung des Auf­tra­ges die Aus­füh­rung zu­sätz­li­cher Ar­bei­ten oder die Ver­wen­dung zu­sätz­li­cher Tei­le oder Ma­te­ria­li­en als not­wen­dig er­weist.

(2) Kün­digt der Kun­de den Ver­trag, sei es wegen Über­schrei­tung des Kos­ten­an­schla­ges oder aus sons­ti­gen Grün­den, so hat er die bis dahin an­ge­­fal-le­­nen Ar­bei­ten und Kos­ten ein­schlie­ß­lich der Auf-wen­­dun­­gen für be­stell­te und be­reits be­schaff­te Er­satz­tei­le zu be­zah­len. § 649 S. 2, 2. Hlbs. BGB bleibt un­be­rührt.

3. Fäl­lig­keit und Zah­lung des Rech­­nungs-be­­tra­ges 

(1) Mit der Be­en­di­gung oder Ab­nah­me der Re­pa­­ra-tur, spä­tes­tens je­doch am Tag des Zu­gangs der Rech­nung, ist der Rech­nungs­be­trag fäl­lig. Der Rech­nungs­be­trag ist ohne Abzug zu zah­len.

(2) Zah­lungs­an­wei­sun­gen, Schecks und Wech­sel wer­den nur nach be­son­de­rer Ver­ein­ba­rung und nur zah­lungs­hal­ber nicht an Er­fül­lung statt an­ge­nom­men unter Be­rech­nung aller Wech­­sel- und Dis­kont­spe­sen. Die Wei­ter­ga­be und Pro­lon­ga­ti­on gel­ten nicht als Er­fül­lung.

(3) Kommt der Kun­de mit sei­nen Zah­lun­gen in Ver­zug, so sind wir be­rech­tigt, Ver­zugs­zin­sen in Höhe von 8 % p.a. über dem je­wei­li­gen Ba-sis­zin­s­­satz der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank zu be­rech­nen. Dies gilt nicht, so­weit wir nach­wei­sen, dass uns in­fol­ge des Zah­lungs­ver­zu­ges ein hö­he­rer Scha­den ent­stan­den ist. Dies gilt auch dann nicht, wenn der Kun­de nach­weist, dass in­fol­ge des Ver­zu­ges gar kein oder ein we­sent­lich ge­rin­ge­rer Scha­den ent­stan­den ist.

(4) Be­an­stan­dun­gen einer Rech­nung müs­sen so­weit der Kun­de Un­ter­neh­mer im Sin­ne von § 14 BGB, das heißt na­tür­li­che oder ju­ris­ti­sche Per­son, wel­che die Ware oder Leis­tung zur ge­werb­li­chen oder be­ruf­li­chen Ver­wen­dung er­wirbt, ist, schrift­lich und bin­nen 14 Tagen nach Zu­gang der Rech­nung er­fol­gen. Ma­ß­geb­lich ist der Zu­gang der Be­an­s­­tan-dung bei uns. Bei Nicht­wah­rung der Frist sind Mo-nie­­run­­gen aus­ge­schlos­sen.

(5) Die Auf­rech­nung oder die Aus­übung eines Min­­de­­rungs- oder Zu­rück­be­hal­tungs­rechts ge­gen­über un­se­ren For­de­run­gen ist nur zu­läs­sig, wenn der Ge­gen­an­spruch oder das Min­­de­­rungs- oder Zu­rück­be­hal­tungs­recht von uns schrift­lich an­er­kannt oder rechts­kräf­tig fest­ge­stellt ist. § 354a HGB (Zu­läs­sig­keit der Ab­tret­bar­keit von Geld­for­de­run­gen aus Han­dels­ge­schäf­ten) bleibt un­be­rührt.

4. Frist für die Durch­füh­rung der Re­pa­ra­tur 

(1) Leis­tungs­fris­ten be­gin­nen nicht, bevor alle Ein­zel­hei­ten der Aus­füh­rung des Auf­tra­ges ge­klärt sind und alle sons­ti­gen vom Kun­den zu er­fül­len­den Vor­aus­set­zun­gen vor­lie­gen, ins­­be-son­­de­­re ver­ein­bar­te An­zah­lun­gen oder Si-cher­hei­­ten voll­stän­dig ge­leis­tet sind Sie ver­län­gern sich an­ge­mes­sen, wenn sich der ur­sprüng­li­che ver­ein­bar­te Ar­beits­um­fang er­höht.

(2) Tre­ten Er­eig­nis­se Hö­he­rer Ge­walt von nicht un­er­heb­li­cher Dau­er (d.h. mit einer Dau­er von län­ger als 14 Ka­len­der­ta­gen) ein, so wer­den wir un­se­ren Kun­den recht­zei­tig schrift­lich oder in Text­form in­for­mie­ren. In die­sem Fall sind wir be­rech­tigt, die Lie­fe­rung um die Dau­er der Be­hin­de­rung her­aus­zu­schie­ben, oder wegen des noch nicht er­füll­ten Teils vom Ver­trag ganz oder teil­wei­se zu­rück­zu­tre­ten, so­weit wir un­se­rer vor­ste­hen­den In­for­ma­ti­ons­pflicht nach­ge­kom­men sind und nicht das Be­schaf­fungs­ri­si­ko oder eine Leis­tungs­ga­ran­tie über­nom­men haben. Der Hö­he­ren Ge­walt ste­hen gleich Streik, Aus­sper­rung, be­hörd­li­che Ein­grif­fe, En­er­gie- und Roh­stoff­knapp­heit, un­ver­schul­de­te Tran­s­­por­t­eng-päs­­se, un­ver­schul­de­te Be­triebs­be­hin­de­run­gen — z.B. durch Feu­er, Was­ser und Ma­schi­nen­schä­den -, und alle sons­ti­gen Be­hin­de­run­gen, die bei ob­jek­ti­ver Be­trach­tungs­wei­se nicht von uns schuld­haft her­bei­ge­führt wor­den sind.

(3) Wenn dem Kun­den wegen Ver­zu­ges des Auf-tra­g­­neh­­mers ein Scha­den er­wächst, so ist er unter Aus­schluss wei­te­rer An­sprü­che be­rech­tigt, eine Ver­zug­s­ent­schä­di­gung zu ver­lan­gen. Sie be­trägt für jede an­ge­fan­ge­ne Woche des Ver­zu­ges 0,5 % des Net­to­rech­nungs­wer­tes der rück­stän­di­gen Lie­fe­rung bzw. Leis­tung, aber höchs­tens 5 % vom Net­to­rech­nungs­wert der ge­schul­de­ten Ge­samt­lie­fe­rung und/oder Ge­samt­leis­tung, die in­fol­ge des Ver­zu­ges nicht recht­zei­tig oder nicht ver­trags­ge­mäß vom Auf­trag­neh­mer ge­lie­fert und/oder ge­leis­tet wird. Ein wei­ter­ge­hen­der Er­satz durch den Auf­trag­neh­mer des Ver­­zö­ge­­rungs­­­scha-dens ist aus­ge­schlos­sen. Dies gilt nicht im Fal­le eines vor­sätz­li­chen, grob fahr­läs­si­gen oder arg­lis­ti­gen Han­delns des Auf­trag­neh­mers, bei An­sprü­chen wegen der Ver­let­zung von Leib, Leben oder Ge­sund­heit, bei Ver­zug sowie im Fal­le eines ver­ein­bar­ten fixen Lie­fer­ter­mins im Rechts­sin­ne und der Über­nah­me einer Leis­tungs­ga­ran­tie oder eines Be­schaf­fungs­ri­si­kos.

(4) Hö­he­re Ge­walt nicht nur vor­über­ge­hen­der Natur be­rech­tigt den Auf­trag­neh­mer vom Ver­trag zu­rück­zu­tre­ten.


5. Ab­nah­me der Re­pa­ra­tur und Mon­ta­ge

(1) Die Fer­tig­stel­lung einer Re­pa­ra­tur oder Mon­ta­ge wer­den wir dem Kun­den mit­tei­len. Die Zu­sen­dung der Rech­nung gilt auch als Be­nach­rich­ti­gung. Die Ab­nah­me hat bin­nen einer Woche nach Zu­gang der Mit­tei­lung zu er­fol­gen. Bei Ab­nah­me mit Mo­tor­prüf­stands­lauf in­ner­halb von drei Ka­len­der­ta­gen.

(2) Die Ab­nah­me er­folgt man­gels an­de­rer Ver­ein­ba­run­gen dort, wo die Ar­beit durch­ge­führt wor­den ist.

(3) Ist die Re­pa­ra­tur nicht bei Ab­nah­me durch den Kun­den be­an­stan­det wor­den oder ist die Ab­nah­me nicht frist­ge­mäß er­folgt, so gilt der Ver­­­trags­­ge­gen-stand als ord­nungs­ge­mäß ab­ge­nom­men, wenn der Kun­de das Wer­k­ergeb­nis un­be­an­stan­det dau­er­haft, das heißt für mehr als 14 Ka­len­der­ta­ge in Be­nut­zung ge­nom­men hat.

(4) Ist die Ab­nah­me/Ab­ho­lung nicht frist­ge­mäß er­folgt, so ist der Auf­trag­neh­mer be­rech­tigt, dem Kun­den die an­fal­len­den La­ger­kos­ten zu be­rech­nen.

6. Ge­fahr­tra­gung und Trans­port 

(1) Der Hin- und Rück­trans­port des Re­pa­ra­­tur-ge­gen­­stan­­des ist grund­sätz­lich Sache des Kun­den, der auch die Ge­fahr des Un­ter­gangs oder der Be-schä­­di­gung auf dem Trans­port trägt.

(2) Wird ver­trag­lich der Trans­port vom Kun­den und nicht vom Auf­trag­neh­mer über­nom­men, ge­schieht dies auf Rech­nung und Ge­fahr des Kun­den, auch wenn der Trans­port mit Fahr­zeu­gen des Auf­­­trag-neh­­mers  er­folgt.

7. Ei­gen­­tum-, Zu­­rück­be­hal­­tungs- und Pfand­recht

(1) Das Ei­gen­tum an den ein­ge­bau­ten Ag­gre­ga­ten, Er­­satz- und Zu­be­hör­tei­len ver­bleibt, bis zur res­t­­lo-sen Be­zah­lung aller Auf­trä­ge aus der Ge­­schäfts­­­be-zie­hung beim Auf­trag­neh­mer.

(2) Bei einer Ver­bin­dung oder Ver­mi­schung der unter Ei­gen­tums­vor­be­halt ste­hen­den Tei­le mit an­de­ren Ge­gen­stän­den des Kun­den über­trägt die­ser dem Auf­trag­neh­mer das Mit­ei­gen­tum in Höhe des Rech­nungs­end­be­tra­ges zzgl. Mehr­wert­steu­er, so­weit die Haupt­sa­che ihm ge­hört. Er ver­pflich­tet sich, die­se un­ent­gelt­lich für den Auf­trag­neh­mer zu ver­wah­ren. So­weit eine Ver­ar­bei­tung statt­fin­det, ge­schieht die­se stets für den Auf­trag­neh­mer.

(3) Ein be­ste­hen­der Ei­gen­tums­vor­be­halt er­streckt sich zur Si­che­rung aller For­de­run­gen aus Lie­­fe­­run-gen und Leis­tun­gen, die aus der Ge­­schäfts­­­ver­­­bin-dung mit dem Kun­de her­rüh­ren, ein­schlie­ß­lich der künf­tig an­ste­hen­den For­de­run­gen aus gleich­zei­tig oder spä­ter ab­ge­schlos­se­nen Ver­trä­gen. Dies gilt auch dann, wenn ein­zel­ne oder sämt­li­che un­se­rer For­de­run­gen in eine lau­fen­de Rech­nung auf­­ge-nom­­men wur­den und der Sal­do ge­zo­gen und an­er­kannt ist. Über­steigt der Wert der für den Auf­trag­neh­mer be­ste­hen­den Si­cher­hei­ten die Ver­bind­lich­kei­ten des Kun­den um mehr als 10 %, ist der Auf­trag­neh­mer auf Ver­lan­gen des Kun­den ver­pflich­tet, in­so­weit Si­cher­hei­ten nach sei­ner Wahl frei­zu­ge­ben.

(4) Der Auf­trag­neh­mer kann an dem Ver­­­trags­­ge-gen­­stand ein Zu­rück­be­hal­tungs­recht aus­üben, bis ge­schul­de­te Ver­gü­tung gem. Ab­schnitt 3 ge­leis­tet ist und auch Zah­lun­gen für frü­he­re Lie­fe­run­gen und Leis­tun­gen des Auf­trag­neh­mers voll­stän­dig er­folgt ist.

(5) Dem Auf­trag­neh­mer steht an dem Ver-trags­­ge­gen­­stand ein Pfand­recht zu. Macht der Auf­trag­neh­mer von sei­nem Recht zum Pfand­ver­kauf Ge­brauch, so wird er die Pfand­ver­wer­tung dem Kun­den an­dro­hen und ihn hier­von recht­zei­tig be­nach­rich­ti­gen, so­weit dies den Um­stän­den nach tun­lich und mög­lich ist.

(6) Der Kun­de tritt hier­mit, so­weit er nicht Ei­gen­tü-mer des zu re­pa­rie­ren­den Ge­gen­s­­tan-des/­Pro­­duk­­tes ist, sei­nen An­spruch auf Ei­gen-tum­s­­über­­­tra­gung (An­wart­schafts­recht) an den Auf­trag­neh­mer  zur Si­che­rung der ver­trags­ge­gen­ständ­li­chen Ver­gü­tungs­for­de­rung ab. Das An­wart­schafts­recht dient im Rah­men von Abs. 1 der Si­che­rung der For­de­run­gen des Auf­trag­neh­mers.


8. Ge­währ­leis­tung und Haf­tung 

(1) Män­gel sind un­ver­züg­lich und – auch bei münd­li­cher oder te­le­fo­ni­scher Vor­ab­mel­dung – schrift­lich mit­zu­tei­len und zu be­zeich­nen.

(2) Für Sach­män­gel leis­tet der Auf­trag­neh­mer — so­weit nicht schrift­lich oder in Text­form aus-drück­­lich etwas Ab­wei­chen­des ver­ein­bart ist — über einen Zeit­raum von 12 Mo­na­ten Ge­währ, ge­rech­net vom Tage der Ab­nah­me an, im Fal­le der kun­den­sei­ti­gen Ab­nah­me­ver­wei­ge­rung vom Zeit­punkt der Be­reit­stel­lungs­an­zei­ge zur Wa­ren­über­nah­me an. Dies gilt nicht für Scha­dens­er­satz­an­sprü­che aus einer Ga­ran­tie, der Über­nah­me eines Be­schaf­fungs­ri­si­kos, wegen der Ver­let­zung von Leib, Leben oder Ge­sund­heit, vor­sätz­li­chen, grob fahr­läs­si­gen oder arg­lis­ti­gen Han­delns, oder im Fal­le des § 438 Abs. 1 Nr. 2 (Bau­wer­ke und Sa­chen für Bau­wer­ke) und § 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB (Bau­män­gel) eine län­ge­re Frist ge­setz­lich fest­ge­legt ist. § 305b BGB (Der Vor­rang der In­di­vi­dua­la­b­re­de in münd­li­cher, text­li­cher oder schrift­li­cher Form) bleibt un­be­rührt.

(3) Die Haf­tung für Schä­den er­lischt, wenn die­se im un­mit­tel­ba­ren Zu­sam­men­hang damit ste­hen, dass der Kun­de einen auf­trags­ge­gen­ständ­li­chen, mit einem Man­gel be­haf­te­ten Ge­gen­stand nicht in­ner­halb von 14 Tagen nach Auf­for­de­rung durch den Auf­trag­neh­mer zur Ver­fü­gung ge­stellt hat. Die Sach­män­gel­haf­tung des Auf­trag­neh­mers er­streckt sich nicht auf sol­che Schä­den, die dar­auf zu­rück­zu­füh­ren sind, dass vom Man­gel be­trof­fe­ne Tei­le vom Kun­den oder von Drit­ten ge­än­dert oder be­ar­bei­tet wor­den sind. Glei­ches gilt dann, wenn auf Wunsch des Kun­den der Aus­tausch von er­neue­rungs­be­dürf­ti­gen Tei­len un­ter­bleibt oder ge­brauch­te Tei­le ein­ge­baut wer­den.

(4) Der Auf­trag­neh­mer haf­tet vor­be­halt­lich nach­ste­hen­der Aus­nah­men nicht, ins­be­son­de­re nicht für An­sprü­che des Kun­den auf Scha-den­s­er­­satz oder Auf­wen­dungs­er­satz — gleich aus wel­chem Rechts­grund -, weder bei Ver­let­zung von Pflich­ten aus dem Schuld­ver­hält­nis noch aus un­er­laub­ten Hand­lun­gen.

(5) Vor­ste­hen­der Haf­tungs­aus­schluss gilt nicht, so­weit ge­setz­lich zwin­gend ge­haf­tet wird, sowie:
-    für ei­ge­ne vor­sätz­li­che oder grob fahr­läs­si­ge Pflicht­ver­let­zung und vor­sätz­li­che oder grob fahr­läs­si­ge Pflicht­ver­let­zung von ge­setz­li­chen Ver­tre­tern oder Er­fül­lungs­ge­hil­fen;
-    für die Ver­let­zung von we­sent­li­chen Ver­­­trags-pfli­ch­­ten; „We­sent­li­che Ver­trags­pflich­ten“ sind sol­che Ver­pflich­tun­gen, die ver­­­trags­­we­­sen­t­­li-che Rechts­po­si­tio­nen des Kun­den schüt­zen, die ihm der Ver­trag nach sei­nem In­halt und Zweck ge­ra­de zu ge­wäh­ren hat. We­sent­lich sind fer­ner sol­che Ver­trags­pflich­ten, deren Er-fül­­lung die ord­nungs­ge­mä­ße Durch­füh­rung des Ver­tra­ges über­haupt erst er­mög­licht und auf deren Ein­hal­tung der Kun­de re­gel­mä­ßig ver­traut hat und ver­trau­en darf;
-    im Fal­le der Ver­let­zung von Leib, Leben und Ge­sund­heit auch durch ge­setz­li­che Ver­tre­ter oder Er­fül­lungs­ge­hil­fen;
-    im Fal­le des Ver­zu­ges, so­weit ein fixer Lie­­fer- und/oder fixer Leis­tungs­zeit­punkt ver­ein­bart war;
-    so­weit der Auf­trag­neh­mer die Ga­ran­tie für die Be­schaf­fen­heit des Leis­tungs­er­geb­nis­ses oder das Vor­han­den­sein eines Leis­tungs­er­fol­ges, oder ein Be­schaf­fungs­ri­si­ko im Sin­ne von § 276 BGB über­nom­men hat;
-    bei einer Haf­tung nach dem Pro­­­duk­t­haf­­tungs-ge­­setz oder an­de­ren ge­setz­lich zwin­gen­den Haf­tungs­tat­be­stän­den.
(6) Im Fal­le dass den Auf­trag­neh­mer oder sei­ne Er­fül­lungs­ge­hil­fen nur leich­te Fahr­läs­sig­keit zur Last fällt und kein Fall vor­ste­hen­der Ziff. (5), dort 1, 3, 4, 5 und 6 Spie­gel­strich vor­liegt, haf­tet der Auf­trag­neh­mer auch bei der Ver­let­zung we­sent­li­cher Ver­trags­pflich­ten nur für den ver­trags­ty­pi­schen und vor­her­seh­ba­ren Scha­den.

(7) Die Haf­tung des Auf­trag­neh­mers ist der Höhe nach für jeden ein­zel­nen Scha­dens­fall be­grenzt auf eine Haf­tungs­höchst­sum­me in Höhe von EUR 500.000,00. Dies gilt nicht, wenn dem Auf­trag­neh­mer Arg­list, Vor­satz oder gro­be Fahr­läs­sig­keit zur Last fällt, für An­sprü­che wegen der Ver­let­zung von Leib, Leben oder Ge­sund­heit sowie im Fal­le einer For­de­rung, die auf einer de­lik­ti­schen Hand­lung oder einer aus­drück­li­chen, zu­sätz­li­chen Ga­ran­tie oder der Über­nah­me eines Be­schaf­fungs­ri­si­kos be­ruht oder in Fäl­len ge­setz­lich zwin­gen­der ab­wei­chen­der hö­he­rer Haf­tungs­sum­men. Eine wei­ter­ge­hen­de Haf­tung ist aus­ge­schlos­sen.

(8) Die Haf­tungs­aus­schlüs­se bzw. -be­schrän­kun­gen gemäß der vor­ste­hen­den Ziff. (4) bis (7) und Ziff. (9) gel­ten im glei­chen Um­fang zu Guns­ten der lei­ten­den und nicht­lei­ten­den An­ge­stell­ten und sons­ti­gen Er­fül­lungs­ge­hil­fen sowie Sub­un­ter­neh­mern des Auf­trag­neh­mers.

(9) An­sprü­che des Kun­den auf Scha­dens­er­satz aus die­sem Ver­trags­ver­hält­nis kön­nen nur in­ner­halb einer Aus­schluss­frist von einem Jahr ab dem ge­setz­li­chen Ver­jäh­rungs­be­ginn gel­tend ge­macht wer­den. Dies gilt nicht, wenn uns Arg­list, Vor­satz oder gro­be Fahr­läs­sig­keit zur Last fällt, für An­sprü­che wegen der Ver­let­zung von Leib, Leben oder Ge­sund­heit, sowie im Fal­le einer For­de­rung, die auf einer de­lik­ti­schen Hand­lung oder einer aus­drück­li­chen, zu­sätz­li­chen Ga­ran­tie oder der Über­nah­me eines Be­schaf­fungs­ri­si­kos be­ruht.

(10) Eine Um­kehr der Be­weis­last ist mit den vor­s­­te-hen­­den Re­ge­lun­gen nicht ver­bun­den.

9. Ab­rech­nung der Re­pa­ra­tur / Mon­ta­ge 

(1) Die Be­rech­nung der Stun­den­sät­ze er­folgt nach der zum Zeit­punkt des Ver­trags­schlus­ses gül­ti­gen je­wei­li­gen Preis­lis­te des Auf­rag­neh­mers, so­weit nicht etwas an­de­res ver­ein­bart ist.

Wir sind be­rech­tigt, die Ver­gü­tung ein­sei­tig an­ge-mes­­sen nach bil­li­gem Er­mes­sen im Fal­le der Er­hö­hung von Ma­­te­­ri­al­her­stel­­lungs- und/oder -be­schaf­fungs­kos­ten, Lohn- und Lohn­ne­ben­kos­ten sowie En­er­gie­kos­ten und Kos­ten durch Um­welt­auf­la­gen, Wech­sel­kurs­schwan­kun­gen und/oder Wäh­rungs­re­gu­la­ri­en, und/oder öf­fent­li­che Ab­ga­ben zu er­hö­hen, wenn die­se die Kos­ten un­se­rer ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Leis­tun­gen un­mit­tel­bar oder mit­tel­bar be­ein­flus­sen  und wenn zwi­schen Ver­trags­ab­schluss und Leis­tung mehr als 4 Mo­na­te lie­gen. Eine Er­hö­hung im vor­ge­nann­ten Sin­ne ist aus­ge­schlos­sen, so­weit die Kos­ten­stei­ge­rung bei den ge­nann­ten Fak­to­ren durch eine Kos­ten­re­du­zie­rung bei an­de­ren der ge­nann­ten Fak­to­ren in Bezug auf die Ge­samt­kos­ten­be­las­tung für die Leis­tung auf­­ge-ho­­ben wird. Re­du­zie­ren sich vor­ge­nann­te Kos­­ten-fak­­to­­ren, ohne dass die Kos­ten­stei­ge­rung durch die Stei­ge­rung an­de­rer der vor­ge­nann­ten aus-ge­g­li­chen wird, wer­den wir die­se Kos­ten­sen­kung im Rah­men einer Preis­sen­kung wei­ter­ge­ben.

(2) Er­folgt die An- und Ab­fahrt mit fir­men­ei­ge­nen Kraft­fahr­zeu­gen (Kun­den­dienst­wa­gen) oder wer-den ei­ge­ne Fahr­zeu­ge vom Mon­ta­ge­per­so­nal be­nutzt, so wer­den Ki­lo­me­ter­sät­ze gem. der zum Zeit­punkt des Ver­trags­schlus­ses gül­ti­gen Preis­lis­te des Auf­trag­neh­mers be­rech­net.

(3) Sons­ti­ge Kos­ten wie Aus­lö­sung, Rei­­se- und Über­nach­tungs­kos­ten, Frach­ten usw., wer­den ge­son­dert be­rech­net.

10. Hilfs­leis­tun­gen des Kun­den 

Der Kun­de ist bei Re­pa­ra­tu­ren und Mon­ta­gen au-ßer­halb der Werk­statt des Auf­trag­neh­mers ver­pflich­tet, die für die Re­pa­ra­tur er­for­der­li­che En­er­gie (Be­leuch­tung, Strom, Be­triebs­kraft­stof­fe, Was­ser) sowie Hilfs- und He­be­werk­zeu­ge auf sei­ne Kos­ten und Ge­fahr be­reit­zu­stel­len.

11. Er­fül­lungs­ort / Recht­wahl

(1) Aus­schlie­ß­li­cher Ge­richts­stand für alle Strei­­tig-kei­­ten ist — so­weit der Kun­de Kauf­mann im Sin­ne des Han­dels­ge­setz­bu­ches ist — das für den Sitz un­se­rer Ge­sell­schaft zu­stän­di­ge Ge­richt. Wir sind je­doch auch be­rech­tigt, den Kun­den an sei­nem all­ge­mei­nen Ge­richts­stand zu ver­kla­gen.

(2)  Für alle Rechts­be­zie­hun­gen zwi­schen dem Kun­den und uns gilt aus­schlie­ß­lich das Recht der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, ins­be­son­de­re unter Aus­schluss des UN-Kauf­­rech­­tes (CISG).

12. Schrift­form

Alle Ver­ein­ba­run­gen, Ne­ben­ab­re­den, Zu­­si­che­­run-gen und Ver­trags­än­de­run­gen be­dür­fen der Schrift-form. Dies gilt auch für die Ab­be­din­gung der Schrift­for­ma­bre­de selbst. Der Vor­rang der In­di­vi­dua­la­b­re­de in schrift­li­cher, text­li­cher oder münd­li­cher Form (§ 305b BGB) bleibt un­be­rührt.

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